„Nordic Hotdog“ – Gourmet-Hotdogs aus Asger Jørgensens Container in Kopenhagen

Asger Jørgensen verkauft in seinem Container in Kopenhagen "Nordic Hotdog". © Reffen

Kopenhagen, Dänemark (Gastrosofie). Nichts gegen Slow Food, aber ab und an darf Fast Food sein. Wie wäre es mit einem heißen Hund, auch Hot Dog genannt und Hotdog geschrieben?

Wohl wahr, dass das weich, mitunter wabbelig ist, was einige Köche ihren Kunden als Hotdog auftischen. Und auch die Brühwurst besteht nur noch aus Fleischabfälle, nicht schöngewürzt wurden, ganz zu schweigen vom Weißmehlbrötchen und der Matschepampe, die zuoberst geklatsch wird, mitunter ein übler Mischmasch aus Ketchup, Senf und Mayonnaise.

Dass es auch anders geht, das beweisen Asger Jørgensen in seinem Container in Kopenhagen – „Reffen“. Richtig, Reffen. Das ist ein 6.000 m² großer kulinarischer, ja, auch gastrosophischer Spielplatz, auf dem mehr als 50 Köche ihrer Leidenschaft für Speis und Trank nachgehen, aber auch kreative Handwerker ihr Tagewerk tun. Einen bunteren Ort fürs Straßenessen ist so hoch im Norden Europas sonst nicht zu finden, oder? In einer Bude – besser gesagt: in einem Container – wird „Nordic Hotdog“ von Asger Jørgensen gezaubert und verkauft.

Wie wäre es, pünktlich zum 18. Januar 2021 dort aufzuschlagen und sich einen solchen zu gönnen? Der Grund ist einfach. Die Schnellimbiss-Leibspeise nicht nur der Dänen feiert an diesem Tag sein 100-jähriges Jubiläum. Am 18. Januar 1921 sollen die ersten sechs „pølsevogne“ (Hotdog-Buden) in Kopenhagen die Erlaubnis erhalten haben, „røde pølser“ (rote Würstchen) im Brötchen zu verkaufen. Die leuchtend roten Würstchen eines echt dänischen Hotdogs sind entweder „kogt“ (gebrüht) oder „ristet“ (gebraten) und werden mit Röstzwiebeln, gehackten Zwiebeln, süßsauer eingelegten Gurkenscheiben und dreierlei Souce – Ketchup, Senf und Remoulade – serviert.

Jørgensen bezieht für seine Besseresser-Hotdogs handgemachten Würstchen von einem Metzger aus Nørre Søby auf Fünen und Bio-Brot aus der Kopenhagener Bäckerei Jalm & B. Alle Beläge seien, so Jørgensen, „hausgemacht – von Remoulade bis zu kalt eingelegter Gurke“. Die saisonalen Produkte sind alle mit Bronze-Bio-Zertifikat versehen und die Speisekarte umfasst selbstverständlich auch eine Auswahl an vegetarischen und veganen Optionen.