Berlin, BRD (Gastrosofie). Hingucker und Hinsetzer zugleich ist die Chronobar in der Mitte der Weltstadt Berlin und für das Hotel Marriott das neue Wohnzimmer. Wenn eine Bar kosmopolitisch ist und eine Hommage an das Bauhaus in Weimar, dann diese, die zwischen Potsdamer Platz und Tiergarten gelegen Gäste aus Übersee und aller Welt mehr als nur Speis und Trank bietet, nämlich Raum und Zeitgeist.
Von allen Gängen sämtlicher Etagen, auf denen Gäste rund ums Atrium gehen können, bietet sich ein beachtlicher Blick von oben hinunter auf die Chronobar, die das Herzstück des rechteckigen großen Raumes im Erdgeschoß bildet, der nicht nur eine hohe Empfangshalle ist, sondern auch die Hotellobby, von der man meint, in den Himmel über Berlin blicken zu können. Doch das Atrium ist überdacht und das ist gut so.
Und daß es im Marriott-Hotel am Inge-Beisheim-Platz 1 über der Chronobar hoch hinaus geht, das ist auch gut so und verleiht dem Foyer Größe. Bei mir kommt angesichts einer gewissen Formlosigkeit bei der Gestaltung und gleichzeitiger Dysfunktion keine Gefühl der Eingeschränktheit auf, sondern der Erhabenheit. Angesichts der Symmetrie die bei aller Hoheit dominiert, mag mancher Gast bei aller Funktionalität in der Architektur von einer ästhetische Harmonie ergriffen sein.

© Matthias Hamel
Beige und Braun sind die alles beherrschenden Farben, die Bodenständigkeit vermitteln, während das eher dunkles Grün der Pflanzen in dieser Metropole, die niemals schläft und selten zur Ruhe kommt, beruhigend. Schluß mit der Reizüberflutung und Zerstreuung. Konzentration auf das Wesentliche und Balance zum Gegenüber, zum Gesprächspartner, zum Getränk.
Zu Bezeichnung der Bar heißt es auf der Heimatseite des Hotels im Weltnetz: „Ihr Name vereint ‚Chrono‘, das griechische Wort für Zeit, mit der klassischen Bar als Ort der Begegnung. Inspiriert ist das Konzept von der ersten Berliner Ampel, die 1924 am Potsdamer Platz mit integrierter Uhr den Takt der Stadt bestimmte. Dieses Zusammenspiel von Zeit und Bewegung übersetzt die CHRONOBAR in ein zeitgemäßes Barkonzept.
Wie die Stadt selbst verändert sich auch die CHRONOBAR im Laufe des Tages – kulinarisch wie atmosphärisch. Vom entspannten Start in den Morgen über produktive und genussvolle Tagesmomente bis hin zur lebendigen Abendstimmung entwickelt sich die Bar im Einklang mit einem klaren zeitlichen Rhythmus: Das Licht wird allmählich gedimmt, die Musik hörbar lebendiger, und Service wie Angebot passen sich fließend an – vom Frühstückskaffee mit Egg Royale bis zum Fleischerei Burger mit Pommes am Abend. So entstehen harmonische Übergänge von Tag zu Nacht, die den Wandel der Bar spürbar machen. Auch das Interieur prägt die Atmosphäre: Materialien wie Holz, Marmor und Metall greifen die rauen Facetten Berlins auf und verbinden sie mit subtiler Eleganz. Warme Farbtöne – tiefes Grün, Braun und ein sanftes Rot – schaffen zu jeder Tageszeit ein einladendes Ambiente.

© Steffen Sinzinger
Das Interior Design der neuen öffentlichen Bereiche im Erdgeschoss, einschließlich des Restaurants Midtown Grill, wurde vom international renommierten Studio Forsite Creative entwickelt. Das Konzept verbindet zeitgenössische Bauhaus-Prinzipien mit Berlins urbaner Energie und übersetzt sie in eine offene, fließende Raumstruktur. Klare Linien, funktionale Zonen und eine reduzierte Formsprache treffen auf warme Materialien und urbane Texturen. Gezielte Farbakzente, inspiriert von Street Art, U-Bahn-Linien und ikonischen Stadtachsen, verankern das Design sichtbar im lokalen Kontext. Jeder Gast findet auf dieser Ebene seinen Lieblingsplatz – sei es entspannt und ruhig in der Quiet Lounge oder lebendig in der CHRONOBAR. Das offene Raumkonzept erlaubt es, innerhalb des Gesamtensembles den eigenen Rhythmus zu entdecken.“
Die Chronobar in Berlin ist nicht nur eine Hommage an das Bauhaus in Weimar, sondern klassische Avantgarde im Gebäude, die sich auch im Glas zu erkennen gibt, aber trinken Sie selbst im Hingucker und Hinsetzer in Berlin, in der
Chronobar
Adresse: Inge-Beisheim-Platz 1, 10785 Berlin
Kontakt: Telefon: 030220005441
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