Wildschwein als Leichenschmaus – Gegrilltes Wildschweinsteak in Gedenken an den Zeichner Albert Uderzo

Ein Wildschwein im herblichen Wald. Quelle: Pixabay, Foto: Marion Wellmann

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Wenn das ganze gallische Dorf trauert, weil „Asterix-)Zeichner Albert Uderzo heute im Alter von 92 in Neuilly-sur-Seine bei Paris starb, dann trauern auch die Freude festlicher Gelage mit Wildschwein.

Albert Uderzo 2012. Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0, Bild: Georges Biard

Das Lexikon „Comedix“ weiß über Wildschweine zu berichten, dass diese „in der Asterix-Serie die Grundlage der Ernährung von Obelix“ darstellen würden. „Für Obelix und die anderen Gallier gibt es kein besseres Schwein als ein gegrilltes Wildschwein. Das essen sie am liebsten, und deshalb gehen sie jeden Tag auf die Jagd. Die historischen Kelten aßen ebenfalls Schweinefleisch, aber dies stammte vor allem von Schweinen, die sie selbst hielten. Sicher gingen sie auch auf die Wildschweinjagd, aber man war zur Nahrungsbeschaffung nicht ausschließlich auf diese Methode angewiesen. Das Wildschwein, das als running gag durch das Leben von Asterix und Obelix läuft, ist also weniger eine historische Komponente, sondern vielmehr eine komische Zugabe der Autoren.“

Am Ende eines jeden Asterix-Abenteuers sitzen die Bewohner des kleinen gallischen Dorfes zusammen an einem großen langen Tisch, grillen und essen traditionell Wildschwein, während der Barde um seinen Gesang gebracht wurde.

Aus aktuellem Anlass für ein Leichenschmaus in Gedenken an Albert Uderzo bietet wir für vier Personen

Gegrilltes Wildschweinsteak

Zutaten

  • 4 Wildschweinsteaks (200 bis 300 gr.)
  • 100 ml Huile d’Olive, französisches Olivenöl
  • Safte einer Zitrone
  • 2 Teelöffel Honig
  • vier kleine Zweige Rosmarin
  • ein, zwei Stängel Salbei
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  • Das französische Olivenöl mit dem Zitronensaft und Honig verrühren und die Wildschweinsteaks damit von oben bis unten einreiben oder einpinseln.
  • Anschließend die Steaks auf den Grill geben. Salbeiblätter von den Stängeln rupfen und mit Rosmarin aufs Fleisch legen und das geduldig garen lassen. Allerdings ist Wildschweinfleisch meist mager, also hitzeempfindlicher und braucht nicht so lange als Fleisch vom Hausschwein.

Servieren

Rosamrinkartoffeln würden passen. Allerdings gab es Kartoffeln zu Zeiten von Asterix und Obelix noch nicht im gallischen Dorf. Wie wäre es stattdessen mit Pilzen und Kraut? Eine schöne Pilzpfanne mit Bauchspeck, Rahm, Ziebeln und dazu Brot sowie geschmorter Weißkohl mit Schmalz und Schmand, Kümmel und Speck. Dazu ein paar Asterix-Bände. Beim Teutates, das passt!