Gutemine zum wilden Schwein – Zarter Lendenbraten vom Wildschwein aus dem Römertopf

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Wildschweinlende. Quelle: Pixabay, Foto: patespinozac

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Klar, Gutemine, die Frau des Häuptlings Majestix, der Asterix und Obelix auf allerlei Abenteuer und zum Römerschlagen schickt, kennt die Römertöpfe aus dem Kannenbäckerland im Westerwald nicht, aber Tontöpfe. Die meisten und die besten Gefäße aus Ton kommen aus diesem Kannenbäckerland, in dem das größte Tonvorkommen Europas steckt.

Zu einem Römertopf aus Kannenbäckerland einen Lende vom gallischen Wildschwein als Braten. Französisch gewitzigt wäre das ein Filet und also ein „dünner Faden“, der durchaus auch als Roastbeef und bei Kennern in der Küche als Jungfernbraten bezeichnet wird. Und warum ist das so? Weil der Muskel aus diesem Teil des Tieres eher selten zum Einsatz kommt. Deswegen ist das Fleisch besonders zart, mager und saftig.

Von Tieren, die nur im Stall stehen und/oder liegen, wollen wir schweigen.

Doch selbst bei Wildschweinen ist die Lende eher zart, mager und saftig (sic!). Damit das so bleibt, bevorzugen wir einen Römertopf. Der ursprüngliche Geschmack, der Saft, das authentische Aroma und die gesunden Nährstoffe bleiben nahezu vollständig erhalten.

Für eine Hand voll Besseresser bräuchte Gutemine für

Wildschweinlende

Zutaten

  • 1 kg bis 1,5 kg Wildschweinlende
  • eine Hand voll Knoblauchzehen
  • zwei, drei Zweige frischen Rosmarin
  • ein paar Stängel frischen Thymian
  • ein paar Karotten
  • Kartoffeln
  • Zwiebeln
  • ein, zwei Löffel Öl (Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
  • Salz (die einen schwören auf Meersalz (aus der Mühle), die anderen wollen weniger Mikroplastik und bevorzugen Salz aus der Erde oder dem Berg)
  • Pfeffer aus der Mühle
  • eine Flasche Rotwein
  • 400 ml Wildfond
  • Avocado

Zubereitung

  • Die Wildschweinlende wenn nötig parieren. Den fein geschnittenen Knoblauch in einen Beutel aus Plaste und Elaste geben, dazu das gewaschene und zerriebene Rosmarin und Thymian. Die Lende hinein und etwas neutrales Öl. Die Gewürze in die Lende einreiben. Beutel zu und über Nacht in den Kühlschrank legen.
  • Am nächsten Tag den Bräter hervorholen, wässern und anschließende den Braten aus dem Beutel in den Römertopf geben.
  • Dazu den Wildfond und zwei Gläser Rotwein geben, die anderen selber beim Zubereiten trinken. Wohlsein!
  • Karotten, Kartoffeln und Zwiebeln in aparte Stücke schneiden und zum Lendenbraten in den Römertopf geben.
  • Den Bräter unbedingt in dem noch kalten Backofen platzieren und bei etwa 180 Grad Umluft oder bei ca. 200 Grad Ober- und Unterhitze etwa zwei Stunden garen.

Servieren

Beispielsweise den Lendenbraten in Scheiben schneiden und auf einem tollen Teller mit ebenfalls in Scheiben oder Stücke geschnittene Avocado platzieren, dazu bunte essbare Blümelein oder Salat. Möglich ist auch, aus dem Sud eine beachtliche Bratensauce zu zaubern. Dafür die Soße abgießen, durch ein Sieb passieren und mit Speisestärke binden und nach Geschmack nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu passen Klöße beziehungsweise Knödel aus Kartoffeln, wer mag nehme Grieß oder Mehl.

Das im Römertopf mitgegarte Gemüse eignet sich zudem als bemerkenswerte Beilage. Mir reicht das schon. Noch ein frisches Bauernbrot dazu und gut ist!