„Wenn wir eine Maultasche machen…“ – Zitat des Tages von Vincent Klink

Klare Maultaschensuppe. Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0, Foto: FloSch

Stuttgart, Deutschland (Gastrosofie). Auch für den Schwaben Vincent Klink, der einst mit Wiglaf Droste die kritisch-satirische Zeitschrift „Häuptling eigener Herd“, die als „kulinarische Kampfschrift“ verstanden wurde, herausgab, die zwischen 1999 und 20213 verlegt wurde und heute Sammlerwert besitzt, sind die momentanen Zeiten in deutschen Landen keine goldenen.

Sein Restaurant „Wielandshöhe“, das er seit 1991 in Stuttgart-Degerloch betreibt, ist für Gäste „auf unbestimmte Zeit geschlossen“. Speisesaal und Küche stehen leer. Übrigens eröffnete Klink schon 1974 sein erstes Restaurant, den „Postillion“ in Schwäbisch Gmünd. Der Starkoch ist also schon lange im gastronomischen Geschäft und Herr am Herd, nicht in der Herde. Sein Restaurant wird den ganzen Januar und Februar geschlossen bleiben.

Auf seiner Heimatseite www.wielandshoehe.de teilt er im Weltnetz mit: „Die Wielandshöhe hatte optimale Bedingungen und nicht ein einziges Corona-Problem. Wir und unsere Kollegen in den Speiselokalen haben in Sicherheit viel investiert. Insgesamt haben wir für den Lockdown großes Verständnis.
Der Deutsche ist offensichtlich nur mit dem Gummihammer von Pressluftpartys abzubringen. Etwas Differenzierung wäre aber sehr angebracht gewesen. Nun werden Speiserestaurants mit Discos und Stehkneipen in einen Topf geworfen. Das finden wir gar nicht gut.“

Klink sagte kürzlich dem „SWR“: „Wenn wir eine Maultasche machen, dann geht es um Leben und Tod. Das ist nicht irgendwie ‚Wir machen das‘. Das ist ein Affenzirkus – auch heute noch.“