Die Insel der Artischocken in der Lagune von Venedig – Gesundes Gemüse von der Landwirtschaftlichen Genossenschaft I Sapori di Sant’Erasmo

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Eine Artischoke wächst auf der Insel Sant’Erasmo, welche die größte Insel in der Lagune von Venedig ist. © Peter Hanneberg

Sant Ersasmo, Lagune von Venedig, Venezia, Italien (Gastrosofie). Nein, die mit 3,26 km² größte Insel in der Lagune von Venedig wird zwar Sant’Erasmo genannt, doch sie wurde nach Erasmus von Antiochia und nicht nach Artischocken benannt, die jedoch auf der Gemüse- und Garteninsel Sant’Erasmo prächtig gedeihen.

Seit Jahrhunderten gilt Sant’Erasmo als das Gewächshaus der Lagunenstadt Venedig sowie der Besseresser unter der Bevölkerung der umliegenden Inseln wie Murano und Burano sowie allerlei Orte von Bauern und Fischern auf dem Festland.

Ein Feld voller Artischocken. Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 4.0, Bild: Didier Descouens – Eigenes Werk

Die Bauern von Sant’Erasmo wurden gerühmt wegen ihrer castraure di Sant’Erasmo genannten jungen Artischocken und ihres grünen Spargels (spareselle). Die wohnen weniger im Hauptort der Insel und also in Sant’Erasmo Chiesa als vielmehr auf dem zersiedelten Eiland, dessen höchste Erhebung auf vier Meter über dem Meeresspiegel kommen solle, die jedoch von der Festung Torre Massimiliano, die im wahrsten Sinne des Wortes eine runde Backsteinbude ist, überragt wird. Diente sie einst als Fort gegen Feinde von See, so beherbergt der Ziegelbau, der unter Denkmalschutz steht, eine Ausstellung.

Die kleine Festung Torre Massimiliana auf der Isola di Sant’Erasmo in der Laguno von Venedig. Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 4.0, Bild: Didier Descouens – Eigenes Werk

Überragend sind und bleiben jedoch grüne Gemüsespargel und die violetten Artischocken, die Ausflügler auch kaufen können, beispielsweise bei der Landwirtschaftlichen Genossenschaft, die den tollen Titel „I Sapori di Sant’Erasm“ („Die Aromen von Sant’Erasmo“) trägt. Dafür verantwortlich sei die Lagune und das Licht, das Wasser und Meer sowie Böden, bei denen die Bewohner von „silénziosa terra“ sprechen, d von Venedig und umliegenden Orten bequem mit dem Wassertaxi oder Motorbooten zu erreichen ist. Am besten in Capannone aussteigen und dann durchfragen. Ein kleiner Spaziergang auf der Via del Motte und abseits dieser einzigen nennenswerten Straße, die von Capannone bis zur Ridotto di Sant’Erasmo reich, und also entlang des einen oder anderen schmalen Brackwasserkanales, welcher die grüne Garten- und Gemüseinsel durchzieht, wirklich nicht schaden.

Umso größer ist der Hunger und die Freude beim Erreichen des schattigen Platzes unter der sengenden Sonne des Südens für das Picknick mit kulinarischen Genüssen der Genossenschaft, die man heute wie einst der Doge kaufen kann.

Neben grünem Spargel und violetten Artischocken sind das Äpfel und Tomaten, Blumenkohl und Wein in Flaschen und als Trauben, Zucchini und Porree, Blumenkohl, Radicchio, Auberginen und Kürbis. Auch Kräuter wie Rosmarin und Petersilie wachsen wunderbar wie Pinien und Pappeln, die jedoch weit höher in den Himmel ragen.

Gesundes Gemüse für die Speisen der Besseresser-Restaurants in und um Venedig jedoch finden Sie hier:

I Sapori di Sant’Erasmo

Adresse: Via Boaria Vecia 6, Sant’Erasmo, 30124 Venezia VE, Italien

Kontakt: Telefon: 0039 (0)41 5282997

Heimatseite im Weltnetz: https://isaporidisanterasmo.com