„Der Aromat“ von Christian Morgenstern

Auf die Nase kommt es an, oder? Quelle: Pixabay, Foto: PIROD4D

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Wer kennt Christian Morgenstern nicht? Der Dichter und Denker deutscher Zunge, der auch als Übersetzer und Schriftsteller arbeite, wurde als Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern am 6. Mai 1871 in München geboren und starb am 31. März 1914 in Untermais, Tirol, Österreich-Ungarn, wusste, dass es bei den Aromen auch auf die Nase ankommt, aber lesen Sie selbst!

Morgenstern schreibt in „Der Aromat“:

„Angeregt durch Kors Geruchs-Sonaten,

gründen Freunde einen ‚Aromaten‘.

Einen aum, in welchem, kurz gesprochen,

nicht geschluckt wird, sondern nur gerochen.

Gegen Einwurf kleiner Münzen treten

aus der Wand balsamische Trompeten,

die den Gästen in geblähte Nasen,

was sie wünschen, leicht und lustig blasen.

Und zugleich erscheint auf einem Schild

des Gerichtes wohlgetroffnes Bild.

Viele Hunderte, um nicht zu lügen,

speisen nun erst wirklich mit Vergnügen.“