Bärenstark: Bärlauch-Smoothie oder Bärlauch mit Buttermilch

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Der Wald scheint voller Bärlauch. Quelle: Pixabay, Foto: Jonathan Sautter

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Wer im April und Mai im Wald mächtig Bärlauch (Allium ursinum) gesammelt und eingefroren hat, der darf sich im Hochsommer nicht nur Bärlauch-Butter aufs selbstgemachte Baguette streichen, der kann sich damit auch ein kaltes Getränke mixen, beispielsweise einen Bärlauch-Smoothie.

Bärlauch hilft

in manchen Lebenslagen. Mit Bärlauch bringt man nicht nur den Blutdruck runter, man hält sich auch lästige Knutscher vom Leib. Denn Bärlauch riecht: nach Knoblauch. Laut „NTV“ (22.3.2014) verdanke der Bärlauch dies dem in seinen Blättern und Zwiebeln enthaltenen Schwefelverbindungen wie Alliin. Werden die Blätter oder Zwiebeln verletzt (oder zerkleinert), entsteht aus Alliin Allicin; aus einem geruchslosen langlebigen Stoff wird ein geruchsintensiver kurzlebiger, aber gesundheitsfördernder Stoff. Allicin wirkt gegen Bakterien und Pilze, hilft gegen Erkältungen und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes, bringt eine angegriffene Darmflora wieder in Schwung und kann die Gefäße schützen. Außerdem enthält das Kraut unter anderem Magnesium, Eisen und nicht zu knapp Vitamin C: Bereits 50 Gramm Bärlauch decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C.“ Bärlauch gilt als

Knoblauch der Germanen

und ist nicht nur antibiotisch, er solle auch bei Ekzemen helfen und zur Entgiftung geeignet sein. Zudem verleihe Bärlauch Bärenkräfte und enthalte zudem Zucker, Schleimstoffe, ätherische Öle, Saponine, Senfölglykoside, Vitamin B1 und B2 und mehr.

Das Wildgemüse der Germanen, das auch Knoblauchspinat, wilder Knoblauch und Waldknoblauch, aber auch Hexenzwiebel und Zigeunerlauch genannt wird, hat es also in sich.

In „Wikipedia“ steht, dass “ die Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze … komplett essbar“ sei, obwohl „vorwiegend die Blätter“ genutz werden würde,, oft auch mit den Stängeln“ und zwar „frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbutter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche. Durch Milchsäuregärung erzeugtes Bärlauch-Kimchi kann auch für viele Monate haltbar bleiben.“ Im Frühjahr werde er gerne „roh und kleingeschnitten unter Salate oder andere Speisen gemischt. Im Frühjahr kann Bärlauch auch den Schnittlauch oder das Zwiebelkraut ersetzen.“

Wer Bärlauch aber gekühlt im Sommer trinken möchte, der muss ihn einfrieren und zur passenden Zeit, beispielsweise für ein ganz grünes Mischgetränk auftauen.

Rezept für Bärlauch-Smoothie

Zum anstoßen mit einem Gast und also für zwei Gläser besten Bärlauch-Mix braucht man

Zutaten

  • eine Hand voll Bärlauchblätter (fünf bis 10 Blätter)
  • eine Hand voll Spinatblätter
  • zwei Bananen (bitte Bio und gerecht gehandelte Bananen)
  • einen Apfel (Bio
  • 400 ml Wasser

Zubereitung

Die Bananen in Stücke schneiden, den Apfel entkernen und in Stücke schneiden. Alles mit Bärlauch- und Spinatblätter sowie 400 ml Wasser in einen Mixer geben und mixen. Nun nicht mixen, bis der Arzt kommt, sondern bis eine sämige Konsistenz erreicht ist.

Varianten

Wer Buttermilch mag, der verwende anstelle von Wasser Buttermilch. Tipp: Die Buttermilch vorher in den Kühlschrank stellen. Wer es frisch mag, nutze auch Minze, packe also Minzblätter hinzu, gerne auch zwei, drei Teelöffel Kresse. Wer einen säuerlichen Geschmack erreichen möchte, der gieße den Saft einer Zitrone und einer Limette hinzu. Zum Süßen kommt Zucker oder auch Honig gut.

Servieren

Und weil das Auge mittrinkt, ein, zwei gelbliche und/oder bläuliche Blüten von Stiefmütterchern auf das vollgegossene Glas geben. Und die Stiefmütterchenblüten dürfen mitgetrunken werden. Auch ein Strohalm – bitte nicht aus Plaste und Elaste – wirkt wunderbar. Um das Getränke richtig kalt zu kriegen einfach Crushed Ice oder klassischen Eiswürfeln hinzugeben.