Es darf noch ein Sagrantino di Montefalco sein – Wohlsein auf dem Weingut Arnaldo Caprai bei Montefalco in der Provinz Perugia

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Das Weingut Arnaldo Caprai Montefalco. © 2018, Foto: Christian Messikommer

Montefalco, Perugia, Umbrien, Italien (Gastrosofie). Vom Falkenberg über den Flüsse Topino und Clitunno liegt in über 400 Meter Höhe ein Ort, der zu Ehren von Kaiser Friedrich II. Mitte des 13. Jahrhunderts von Coccorone in Montefalco umbenannt wurde, weil der Staufer auf dem Kaiserthron des 844 Jahre währenden Heiligen Römisches Reiches mit deutscher Bevölkerungsmehrheit und deswegen im Laufe der Jahre mit dem Zusatztitel deutscher Nation versehen dort häufig und gerne zur Falkenjagd ging. Von diesem ebenfalls Balkon Umbriens genannten Bergstädtchen mit gut erhaltener Altstadt mit Patrizierhäuser, Palazzi und Kirchen, die von einer Mauer mit vier Stadttoren umringt wird, und heute über 5.000 Einwohner zählt, bietet sich ein beachtlicher Blick weit über die Ebene bis nach Perugia und Assisi, Foligno und Spello, Trevi und Spoleto.

Das Weingut Arnaldo Caprai in Geschichte …

Ganz schön grün: Die Weinberge rund um das Weingut Arnaldo Caprai Montefalco. © 2018, Foto: Christian Messikommer, BU: Stefan pribnow

In den Blick fallen auch Weinberge und zwar die des Weingutes Arnaldo Caprai, nah an der Teverone. Nichts wie hin zu den Viticoltore am Fuße des Montefalco. Dort wird seit über 30 Jahren Forschung und Innovation im agronomischen und önologischen Bereich vereinigt mit der Kultur der Region, denn Tradition und und Identität werden groß geschrieben. Die neuere Geschichte begann jedoch schon früher.

1971 erwarb der Textilunternehmer Arnaldo Caprai das Weingut Val di Maggio, um seinen Traum von einem eigenen Weingut zu verwirklichen. Alles begann mit nur fünf Hektar. Caprai konzentrierte sich auf regionale Reben, alte Sorten, vor allem Sagrantino. Er kaufte nach und nach Land in der Umgebung. 1988 übernahm Sohn Marco Caprai das Weingut und richtete es auf Spitzenweine aus. 1991 wurde Geld in die Hand genommen beziehungsweise ausgegeben für weitere Weinberge und für eine Kooperation mit der Universität Mailand sowie anderen Forschungsinstituten, um die Weine zu verbessern. Im Laufe der kommenden Jahren wurden neue Klone von Sagrantino hergestellt. Mit dem 1993er Wein von Sagrantino di Montefalco soll Marco zum neuen Stern am italienischen Weinbauhimmel geworden sein.

… und Gegenwart

Mehr als sieben Fässer Wein. © 2018, Münzenberg Medien, Foto/BU: Stefan Pribnow

Seit 1995 trägt der Erfolg harter Arbeit nicht nur in Forschung und Weinberg Früchte. Zuletzt wurde der Weinkeller 1997 komplett renoviert. Seitdem ist er mächtig gewaltig, modern und absolut funktional in Weinbereitung und Lagerung, Abfüllung und Verfeinerung in Flaschen sowie Verkauf und Verköstigung.

Der Wein wird in Edelstahltanks gelagert sowie in weit über 2.000 Barriquefässer ausgebaut, die zu 90% aus französisch Wäldern von Allier, Nievre und den Vogesen kommen würde, heißt es auf einer Führung durch Haus und Hof, Weinberge und Weinkeller. Ein paar slowenische Eichenfässern stehen auch im Keller. Für die Verfeinerung in Flaschen ist Platz für über 100.000 Stück über sechs bis acht Monate.

Tour und Tasting

Tafeln im Weingut Arnaldo Caprai in Montefalco. © 2018, Münzenberg Medien, Foto/BU: Stefan Pribnow

Das alles und noch viel mehr erfahren Gäste des Weingutes bei einem geführten Rundgang und einer Verkostung repräsentativer Weine, gepaart mit Bruschetta, gekrönt mit hauseigenem Olivenöl sowie einer Auswahl an erstklassigen Aufschnitt und Käse, die ausschließlich von lokalen Produzenten stammen.

Pro Person kosten Tour und Tasting, die rund ein bis zwei Stunden dauern, 20 Euro. Private Touren und Tastings sind ebenfalls für 45 Euro möglich.

Auch ein Picknick in den Weinbergen unterhalb von Montefalco kann für 75 Euro gebucht werden und dauert so lange bis die Gäste wie Friedrich II. einen Vogel fangen. Es empfiehlt sich, einen Falken mitzubringen. Auf jeden Fall gibt es ausreichend

Sagrantino di Montefalco

Sagrantine di Montefalco. Quelle: Wikimedia, Autor: Zyance – Eigenes Werk, Rechte: gemeinfrei CC BY-SA 2.5

So und nicht anders lautet der Name für italienische Weine aus 100 Prozent Sagrantino-Trauben in und um die Gemeinde Montefalco in der Provinz Perugia, Umbrien, die auch und besonders gut von Arnaldo Caprai Società Agricola s.r.l. hergestellt werden.

Die Sagrantino-Weine erlangten 1979 den DOC-Status und wurden 1992 auf Drängen der Sagrantino-Winzer und vor allem der Männer und Frauen vom Weingutes Arnaldo Caprai, mit der DOCG-Kategorie, die höchste Kategorie italienischer Weinbezeichnungen, klassifiziert. Es gibt zwei DOCG-Weine: Montefalco Sagrantino Secco, ein trockener Rotwein aus der Eiche („secco“ ist italienisch für „trocken“), und den weniger verbreiteten Montefalco Sagrantino Passito, einen süßen Rotwein mit Dessert. Wohlsein auf dem Weingut

Arnaldo Caprai Società Agricola s.r.l.

Adresse: Località Torre, 06036 Montefalco PG, Italien

Kontakt: Telefon: +39 0742 378802, E-Mail: info@arnaldocaprai.it

Heimatseite im Weltnetz: arnaldocaprai.it

Facebook: https://www.facebook.com/CantinaArnaldoCaprai

Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 19.30 Uhr