Von Ringelbusch bis Ringeli oder so gelingt Gartringele immer – Rezept für Ringelblütensirup

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Ringelblumen. Quelle: Pixabay, Foto: Hans Braxmeier

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Dass die Ringelblume (Calendula officinalis), „auch Garten-Ringelblume“ genannt wird und „eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler“ ist, das entnehmen wir Wikipedia, wo wir auch die vielen Trivialnamen lesen: Gartringele, Gelcken oder Gilken wurde sie in Ostpreußen genannt oder Butterblume beispielsweise in Schlesien. Vielleicht ist sie immer noch Menschen als Studentenblume in der Mark Brandenburg geläufig, als Ringelbusch in Franken oder als Ringeli in St. Gallen?

Kinder und solche, die das noch sein wollen, spielen mit der Ringelblume „Er liebt mich, er liebt mich nicht“ und rupfen jedes einzelne Kronblatt nach und nach raus. Nutzen sie den Spaß mit den gelben bis orangen Blüten. Lassen Sie Ringelblumen von Juni bis September sammeln und bereiten Sie gemeinsam einen Ringelblumensirup zu. Was nicht sofort gebraucht wird, das trocknet und lagert man licht- und aromageschützt.

Die Ringelblume ist eine einjährige Pflanze, die auch im heimischen Garten gedeiht. Sie wächst auf kargen Böden, auf Schutt und sandigen Lehmböden gedeiht sie auch und wir 30, 40 cm hoch und mehr. Sie verträgt viel Sonne und ab und an Regen (oder gießen).

Blüten von Ringelblumen. Quelle: Pixabay, Foto: xbqs42

Die Ringula war bei antiken und mittelalterlichen Ärzten als Heilpflanze bekannt. Hildegard von Bingen empfahl sie gegen Grint am Kopf. Das „Alemannischen Kräuterbuch“ wusste die Ringelblume im Einsatz gegen Warzen und Hautflecken zu empfehlen. Im Macer floridus galt die Ringel als Gegengift und Mitgift für die Menstruation. Die Ringelblume taucht als Verwandte ges Gänseblümchens im Gart der Gesundheit und vielen Kräuterbücher bis heute auf und schaffte es als Hautfreundin 2009 in der Bundesrepublik Deutschland zur Heilpflanze des Jahres. Juhu.

Wohl wahr, die Pflanze mit den behaarten Stengeln, länglichen Blättern und orangegelben Blüten hat es in sich. Sie ist antimikrobiell und wirke bei Akne, Herpes, Ekzemen bis hin zum Jucken der Haut. Sie bekämpft im Mund und Rachen, Magen und Darm mit Auswirkungen auf Leber und Galle Bakterien, Viren und Pilze. Prächtig und gut geeignet ist sie auch als super Sirup. Dann heilt sie nicht nur, sondern hilft auch bei Hitze im Hochsommer.

Rezept für Ringelblumensirup

Für einen guten Liter Ringelblumensirup benötigt man

Zutaten

  • einen Liter Wasser aus dem Wasserhahn, Brunnen oder Bach, Mineralwasser, das nicht sprudelt, geht auch.
  • eine große Handvoll Ringelblumenblüten
  • 1 Kilogramm Zucker
  • eine Zitrone
  • eine Limette

Zubereitung

Von der Ringelblume die Kronblätter rauszupfen und in einen Topf voll Wasser geben. Alles aufkochen. Dann ein, zwei Stunden ziehen und ruhen lassen. Das Ringelblumenblütenwasser durch ein feines Sieb oder Tuch filtern. Nun erneut aufkochen und Zucker hinzugeben, dabei umrühren, sodass sich der Zucker auflöst. Den Saft der Zitrone und Limette eingießen und umrühren. Fertig.

Abfüllung und Lagerung

Mit Hilfe eines Trichters den Sirup in Flaschen, gerne solche mit Bügelverschluss, füllen. Abkühlen lassen und Flaschen verschließen. Die Flaschen kühl lagern.

Servieren

Zum Servieren eine Scheibe Zitrone und Limette ins Glas, im Sommer gerne mit Eiswürfeln oder zerstückeltem Eis sowie – warum auch nicht – einer Ringeblumenblüte. Wer es verdünnt und also als Limonade mag, der gebe zu einem Teil Ringelblumensirup vier, fünf oder mehr Teile Mineralwasser mit Sprudel. Das kommt prickelnd und wenn man eine Limette nimmt, hat die Limo immer noch Geschmack und Aroma.