Ui, orientalisch gewürzte Lammbällchen in pikanter Tomatensauce – ein Rezept von Carsten Brück

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"Orientalisch gewürzte Lammbällchen in pikanter Tomatensauce" aus dem Ui-Buch. © Dorling Kindersley Verlag, Foto: Christian Nevesely

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Orientalisch sei alles, was den Orient betreffe, so sagt und schreibt man nicht nur im Abendland. Dass für Engländer auch süd- und ostasiatische Länder zum Orient gehören, das versteht man, wenn man deren Weltreich, in dem die Sonne nie unterging, begreift und zwar sowohl beim Reisen als auch in der Studierstube.

Für Deutsche dürfte der Orient mit dem Morgenland übereinstimmen oder alles, was östlich von Israel liegt. Manche gehen weniger weit und begreifen den Balkan bereits als Orient. Wenigstens auf Anatolien (griechisch bedeutet Orient anatoli) sollten wir uns einigen und nicht erst aber der Levante (levare = aufgehen – der Sonne) Land und Leute als Orient verstehen, oder?

Lässt man sich den Begriff Orient auch noch auf der Zunge zergehen, dann umfasst der Orient auch den Norden Afrikas und dürfte nicht nur auf die muselmanische (türkische und persische) Welt begrenzt sein, sondern auch die mohammedanische (arabische) Welt einbeziehen. Ist also etwas orientalisch gewürzt, dann ist es in der Regel scharf bis feurig, raffiniert, mitunter mild und etwas herb. Harissa ist ein Klassiker. Diese scharfe Gewürzpaste mit Chilis, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl stammt ursprünglich aus dem Maghreb. So weit kamen einst die arabischen Eroberer, die sich auch auf der iberischen Halbinsel breit machten und orientalische Lammbällchen auf den europäischen Kontinent brachten.

Hier und heute präsentieren wir von Carsten Brück ein Rezept für

Orientalisch gewürzte Lammbällchen in pikanter Tomatensauce

für vier Personen

Zutaten

  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Chilischote
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Koriandersamen
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 Dosen gehackten Tomaten (à 400 g)
  • Salz und Pfeffer
  • ½ Bund gehacktem Koriandergrün
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ Bund glatte Petersilie,
  • ein paar Blättchen Koriandergrün
  • 8 getrocknete Aprikosen
  • 400 g Lammhackfleisch,
  • 1 EL Harissapaste
  • 1 Ei
  • etwas Olivenöl
  • Pinienkerne
  • glatter Petersilie,
  • etwas Joghurt
  • frischem Baguette oder Fladenbrot

Zubereitung

  • Zuerst wird die Tomatensauce zubereitet. Dafür die Zwiebel würfeln, Chilischote
    und Knoblauchzehe fein hacken und zusammen mit Koriandersamen in Olivenöl anbraten.
  • Dann mit den gehackten Tomaten aus den Dosen auffüllen und zugedeckt ½ Stunde köcheln lassen.
  • Im Anschluss mit Salz und Pfeffer sowie Koriandergrün würzen.
  • Für die Fleischbällchen eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein würfeln.
  • Petersilie, Koriandergrün und Aprikosen fein hacken. Alles zusammen mit Lammhackfleisch und Harissapaste und Ei gut vermischen.
  • Aus der Masse tischtennisballgroße Hackbällchen formen und in etwas Olivenöl rundherum 5 Minuten anbraten.
  • Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.

Anrichten

  • Die Hackbällchen mit Tomatensauce, Pinienkernen, glatter Petersilie, etwas Joghurt und frischem Baguette servieren.

Anmerkungen:

Vorstehendes Rezept stammt von Carsten Brück und steht im Kochbuch „Ui“ von Carsten Brück und Christian Nevesely auf den Seiten 50 und 51.

Siehe auch den Artikel „Ui“ ist als Kochbilderbuch hui! – Zum „Kochbuch für heute“ von Carsten Brück und Christian Nevesely von Ole Bolle, der auch diese Einleitung schrieb.

Mehr zum „Ui“-Buch auf der Heimatseite des Verlages Dorling Kindersley im Weltnetz.