Helvetischen Trüffel, Baguette und Butter sowie Käse aus den Höhlen von Vallorbe

Eine Trüffel. Quelle: Pixabay

Yverdons-les-Bains, Waadt, Schweiz (Gastrosofie). Die teuersten Pilze sind bekanntlich die, die in der Erde bleiben und Kartoffeln ähneln. Kein Wunder, dass in deutschen Landen das Wort Kartoffeln von tartufolo abgeleitet wurde, dem italienischen Wort für Trüffel. Die Trüffel muss es heißen und sie ist der teuerste Speisepilz der Welt. Ein Kilo davon, vor allem von den weißen, kann schon bis zu 10.000 Euro kosten.

Trüffel kommen auch in den Bergen vor. Im Himalaya, in den Alpen und also auch in der Schweizer Eidgenossenschaft und nicht nur im französischen Périgord oder im italienischen Piemont. Trüffel suchen und finden Männer und Frauen auch in der Gegend um die Stadt Yverdon-les-Bains. Die liegt an der Südspitze des Neuenburger Sees, auch Lac du Neuchâtel, genannt, an der Grenze zum Jura und nicht weit entfernt vom Genfer See.

Im Wald von Bonvillars im Bezirk Jura-Nord vaudois des Kantons Waadt kann man mit Schnüfflern suchen und finden. Dazu notierte Elke Backert am 20.11.2015 unter der Überschrift „Trüffelsuche in der Schweiz“ im WELTEXPRESS: „Ein Mensch alleine würde es nicht schaffen, aber wer sich mit Trüffeln auskennt wie Monsieur Pierre Yves Masson, geht mit seiner Hündin Jana im Wald von Bonvillars auf Suche. Sie ist natürlich abgerichtet darauf und ganz wild, die Spezialität aufzuspüren. Jana rennt und schnuppert und schnüffelt und beginnt plötzlich zu graben. Da muss ihr Herrchen schnell sein und ihr die schwarze Kugel wegnehmen. Denn sie mag die Delikatesse ebenso wie wir Menschen. Herrchen besieht sich die Kugel, schneidet mit einem Messer defekte Stellen ab, die die Hundedame gern auffängt und verspeist. Dann prüft Monsieur den Spiegel, woran er erkennt, ob er mehr abschneiden muss oder ob der Trüffel perfekt ist. Er halbiert ihn – sehr schön gemasert, ja, so muss er aussehen, um ihn verkaufen und verarbeiten zu können. Jana wird gelobt und erhält eine Leckerei. Sofort ist sie auf weiterer Suche, aber sie soll eine Pause machen und legt sich ermattet nieder. Nun geht es ans Zubereiten.

Monsieur Masson hat Butter mitgebracht und Baguette, auch Käse, nicht irgendeinen, sondern den Vallgrotte, der in den Höhlen von Vallorbe reift. Wir sollen alle mithelfen, die so schwer zu findenden Kugeln fein zu reiben, mit Butter zu Trüffelbutter zu vermischen und sie grob geraspelt auf den speziellen, nur dort produzierten Käse zu verteilen, den Vallgrotte. Dazu passt exzellent der Weißwein aus dem Anbaugebiet Les Côtes de l`Orbe. Köstlich, alle schlagen zu.“

Das glauben Gastrosophen gerne und grüßen den mittlerweile über 60-jährigen Trüffel-Enthusiast und Förster Pierre Yves Masson an dieser Stelle gerne. Wer mit ihm oder einem anderen Trüffelsucher und dessen Hunden auf Trüffeljagd gehen will, kann in Bonvillars bei Yverdon-Les-Bains darf zwischen zwei Angebote wählen: eine Ganztagestour mit anschließendem Kochkurs und eine geführte Halbtageswanderung.

Buchungen: www.myvaud.ch und www.truffesuisse.ch

Informationen zur Region: www.yverdonlesbainsregion.ch

Mehr zum köstlicher Vallgrotte-Käse halb-hart, gereift in der Höhle von Vallorbe auf der Heimatseite https://grottesdevallorbe.ch/de/vallgrotte/ im Weltnetz.