Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Daß die Internationale Weißtrüffel-Messe Alba an jedem Wochenende vom 10. Oktober bis 6. Dezember 2026 stattfindet, das wissen Kenner und Kritiker und auch, daß dann die Hochsaison für Weiße Trüffel im Piemont ist.
Daß die Erntezeit bereits im September beginnt und im Januar endet, das ist wahr. In dieser Zeit wachsen die Fruchtkörper in einer Tiefe von rund 5 bis 30 Zentimetern.
Daß das beste Trüffelgebiet der Welt rund um Alba liegt in der Region Piemont der Republik Italien liegt, das ist klar. Weiße Trüffel wachsen allerdings auch in anderen Regionen, insbesondere in Venetien, Emilia-Romagna, Marken, Umbrien, Toskanda, Abruzzen und Latium.
Doch die Weißen Trüffel, die rund um Alba gesucht und gefunden werden, gelten als die besten. Das liegt sicherlich auch an Giacomo Morra aus Alba. Der Koch, Gastronom und Hotelier setzte seine Idee, die schönsten Exemplare an Berühmtheiten zu verschenken und also zu versenden, um. So wurde der Mann nicht nur als Trüffelkönig berühmt, sondern die Weißen Trüffel aus Alba. Das Renommee hält sich wie der Geruch der Weißen Trüffel.
Riechen auch Sie Knoblauch, Schalotten und Weichkäse?

© Relais San Maurizio
Wer den wild wachsenden Weißen Alba-Trüffel (Tuber magnatum) im Herbst suchen und sammeln will, der ist auf einer Trüffelreise goldrichtig. Ein guter Ort zum Übernachten ist das Relais San Maurizio, das sich in einem alten Kloster aus dem 17. Jahrhundert befindet. Wenn Reisende dort nicht zur Ruhe kommen, wo dann?
Höchstens ein Hund, der bellt, stört die Idylle im Weinberg des Herrn. Im Herbst wird das ein Fellnase der Rasse Lagotto Romagnolo sein, die als Wasserhunderasse gilt. Der Lagunenjäger gilt aufgrund seines herausragenden Geruchssinns – Knoblauch, Schalotten und Weichkäse, Sie erinnern sich – als idealer Trüffelhund. Vom Wildgeruch läßt sich ein Lagotti nicht ablenken.
Übrigens passen Weiße Trüffel aus Alba nicht wirklich zu Wildgerichten. Ihr feines Aroma ist flüchtig. Weiße Trüffel dürfen zudem niemals gekocht werden. Sie würden nicht nur im Topf untergehen, sondern auch im kräftigen Eigengeschmack von Wildfleisch (mit Sauce).
Anmerkung:
Siehe die Beiträge
- Helvetischen Trüffel, Baguette und Butter sowie Käse aus den Höhlen von Vallorbe von Jean Camus
- Drei Engel für die Trüffel – Eine Annotation zum Roman „Trüffel to go“ von Edi Graf und Veronika Wieland von Ole Bolle
- Dolcetto di Ovada oder Weiße Trüffel und rote Weine von der Enoteca Regionale di Ovada e del Monferrato von Stefan Pribnow
im Magazin GASTROSOFIE.
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