Das Landesweingut Kloster Pforta – Über 850 Jahrgänge Erfahrung und Tradition

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Landesweingut Kloster Pforta
Ein Blick auf das Weingut Kloster Pforta an der Saale. © Landesweingut Kloster Pforta GmbH

Bad Kösen, Deutschland (Gastrosofie). Ein Kloster ist oft ein Ort der Kontemplation aufs Klerikale. Wer ein Kloster für einen Ort der Askese hält, der liegt nicht wirklich richtig. In Klöstern wurde oft gut gegessen und getrunken. Und die Mittel zum guten Leben wurde meiste auf den Ländereien rund ums Kloster angebaut.

Wein ist wahrlich ein Lebensmittel, das zur Klosterlandschaft an Saale und Unstrut gehört. Mit seinen beiden Flüssen, wunderbaren Weinbergen, Steilterrassen, jahrhundertealten Trockenmauern und Weingütern ist die Kulturlandschaft das nördlichste und östlichste Weinanbaugebiet der Berliner Republik mit rund 760 Hektar und einer Tradition von Tausend Jahren.

Landesweingut Kloster Pforta
Das Landesweingut Kloster Pforta an der Saale im Oktober 2006. © Landesweingut Kloster Pforta GmbH Foto : Yorck Mäcke

Dort, wo sich im langen Mittelalter Benediktiner, Zisterzienser, Prämonstratenser und Franziskaner niederließen, entwickelte sich ein reiches kulturelles und kulinarisches Leben. Bis zur Reformation kannten Kundige vier fünf Dutzend Klöster und Stifte an beiden Flüssen. Heute kennt man immerhin noch das Kloster Memleben, das Klosta Posa und vor allem das Kloster Pforta. Und das liegt am wunderbaren Wein, der dort gekeltert wird.

Der kommt genau genommen aus dem Landesweingut Kloster Pforta. Dort, wo die Saale einen großen Bogen macht, wächst und gedeiht zwischen Bad Kösen und Naumburg im Saaletal Wein. Durch die Weinberge können Reisende wunderbar wandern oder mit dem Rad fahren. Und anschließend dürfen sie sich auf der Weinterrasse zur Rast niederlassen und in Ruhe einen Wein trinken.

Das einstige Kloster Pforte in Schulpforte, das auf das Jahr 1137 zurückgeht, als sich Mönche zwischen den Hängen und dem Fluss niederließen, um das Kloster „St. Marien zur Pforte“ zu gründen und zu unterhalten, bietet heute zum Besichtigen neben einem Klostergarten, Klosterkirche, einen Kreuzgang, Grisaille-Fenster auch ein Tafelkreuz aus der Zeit der Zisterzienser.

Heute ist dort vor allem die Landesschule Pforta als Erbin des Kloster Pforte, ein Internatsgymnasium, zu dessen berühmten Schülern die Philosophen Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Nietzsche gehörten, untergebracht.

Landesweingut Kloster Pforta
Radfahren durch die Weinberge an Saale und Unstrut. © Landesweingut Kloster Pforta GmbH

Doch weg von Fichte und Nietzsche zur Wahrheit Wein. Die Erfahrung von 850 Jahrgängen sowie ein naturnaher Anbau unserer Rebsorten auf Lößlehm-, Buntsandstein- und Muschelkalkböden stecken in Kloster-Pforta-Weinen, die Gäste bei Weinproben gerne kennenlernen dürfen. In der Vinothek im historischen Torhaus in Schulpforte darf der Wein probiert und gekauft werden. In den Saalhäuser Weinstuben, einer historischen Gastwirtschaft von Mitte des 16. Jahrhunderts, werden Gourmands und Gourmets eine feinde Küche sowie Essen satt geboten, zu denen die passenden Weine des Landesweingutes Kloster Pforta gereicht werden. Selbstverständlich kann eine Auswahl des Weinsortiments im Gutsrestaurant erworben werden.

Das Landesweingut bietet zudem Jedermann die Möglichkeit, „Winzer für einen Tag“ zu sein. Schnitttechniken und Erziehungssysteme in der Rebpflege würden gelernt und – keine Frage – Wein wird nach dem Hören von Wissenswertem über das Ökosystem Weinberg auch probiert.

Die nächsten großen Veranstaltungen werden die Tage der offenen Weinkeller am 4. und 5. August 2018, die Breitengradpräsentation am 11. August 2018, das Winzerfest am 2. Septemberwochenende und das Hoffest am 3. Septemberwochenende sein. Diese Termine sollten sich Weinkenner und solche, die es werden wollen, vormerken.

Fotoreportage

Mehr Bilder zum Beitrag in der Fotoreportage: Ein Landesweingut und erlesene Weine von Saale und Unstrut – Die Marke Kloster Pforta von Ole Bolle.

Kloster Pforta

Saalberge 73, 06628 Naumburg (Saale)

Landesweingut Kloster Pforta GmbH, Saalhäuser, 06628 Bad Kösen, Telefon: 034463/300-0, Fax: 034463/300-25, E-Mail: service@kloster-pforta.de, Web: www.kloster-pforta.de