Auf die Hundsrose gekommen oder immer ein guter Sirup: Hagebuttensirup

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Hagebutten. Quelle: Pixabay, Foto: Flo Heibe, BU: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Für die einen ist Sirup ein Zuckersaft, für die anderen ein Heilsaft. Manchmal ist er beides. Immer ein guter Sirup ist Hagebuttensirup.

Die Hagebutte ist nicht die ganze Pflanze, die beispielsweise Hundsrose (Rosa canina) heißt, sondern nur die Frucht. Der Begriff setzt sich zusammen aus Hage (Dornenstrauch) und Butte, was sich wohl von Butzen, einer Bezeichnung für das Kerngehäuse von Äpfeln und Birnen, ableitet. Im Thurgau sagt man immer noch Hagebutze zur Hagebutte und beispielsweise im Bergischen Land Hahnedorn.

Die Sammelfrucht mit vielen kleinen Nüssen schmeckt süßsauer und enthält viele Vitaminen, vor allem Vitamin C sowie die Vitamine A, B1 und B2. Aus der möglichst spät gepflückten Hagebutte (weil sie dann süßer schmeckt) und der dann getrockneten Schale lässt sich leicht ein vitaminreicher Tee zubereiten, der bei Blasen- und Nierenleiden sowie Erkältungskrankheiten nicht schaden kann. Marmelade aus Hagebutten rege den Appetit an und Öl aus Hagebutten ist gut für die Haut.

Auch als Sommer-Sirup eignet sich die Hagebutte. Man braucht für einen Liter

Hagebuttensirup

Zutaten

  • 1 Kilo Hagebutten (eingefroren)
  • 1 Liter Wasser
  • 500 Gramm Zucker
  • 1 Zitrone und Limette

Zubereitung

Das Kilo eingefrorene Hagebutten auftauen und im Entsafter auspressen. Eine Stunde in Ruhe lassen, dann den Saft abgießen, abwiegen und anschließend in einen Kochtopf gießen. Die gleiche Menge Zucker verwenden und in den Topf geben. Wer auf das Wiegen verzichten möchte, der nehmen rund 500 Gramm Zucker. Nun den ausgepressten Saft von Zitrone und Limette hineingießen. Das Ganze einmal Aufkochen und dabei so lange umrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann eine halbe Stunde köcheln lassen. Über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Morgen den fertigen Sirup durch ein Tuch in Flaschen abfüllen, abkühlen lassen und verschließen. Ich empfehle Bügelverschlussflaschen.

Lagerung

Die Flaschen mit dem Hagetuttensirup sollten kühl und dunkel gelagert werden.

Servieren

Vor dem Verzehr die Flaschen eventuell in den Kühlschrank stellen. Gerne mit Wasser aus Bach, Brunnen oder Leitung aufspritzen, gerne auch mit Mineralwasser. Wer es richtig kalt mag, der verwende klassische Eiswürfel oder Crushed Ice. Einen passenden Strohhalm ins Glas geben und wenn zur Hand, dann noch ein paar Blüten der Hundsrose oder eine Scheibe Limette ins Glas und eine Scheibe Zitrone auf den Glasrand. Sieht super aus.

Habebuttensirup passt auch zu unbekömmlichem Prosecco prima. Einfach nach Lust und Laune mixen.