Zatar und zwar hausgemacht

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Eine Schale Zatar. Quelle: Pixabay, Foto: annafood

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Nichts geht über den heimischen Herd – außer Selbstgemachtes. Das gilt auch für Gewürzmischungen. Eine davon wird Zatar genannt und auch Zahtar oder Satar geschrieben.

Bekannt ist die Gewürzmischung vor allem im Orient. Derzeit bringen die Nafris genannten Muselmanen aus dem Norden Afrikas eine Ahnung vom Zatarmachen mit, doch auch Türken und Araber aus dem Nahen Osten erinnern sich, denn Zatar zählt nicht nur zur nordafrikanischen Küche, sondern auch zu arabsichen.

In der Mischung steckt, das sagt schon der Name, der sich in wilder Thymian übersetzen lässt, getrocknete Blätter des Biblischer Ysop, auch Syrischer Ysop genannt. Geschmacklich erinnert das an Oregano genannten wilden Dost, der allerdings nicht darin verborgen ist.

Dafür gehören neben Thymian Sumach, geröstete Sesamsamen und Salz dazu und also beim Selbermachen darein.

Susanne Kreihe notiert in ihrem Buch „Spice Up Your Food – 55 Lieblingsgerichte mit orientalischen Gwürzen“ zu Zatar (Seite 24), dass auch andere Zutaten wie Schwarzkümmel, Oregano, Majoran, Knoblauch“ darin enthalten sein könnten. Als Tipp für die Aufbewahrung schreibt sie: „Die Gewürzmischung Zatar in gut verschließbaren Dosen und Schraubgläsern aufbewahren. Dunkel und kühl lagern und möglich rasch verbrauchen.“

Wofür? Beispielsweise für ein ofenfrisches Fladenbrot mit Zatar und Olivenöl, allerlei Aufstriche und Käse, vor allem für Ziegenkäse und Ziegenfrischkäse. Couscous und Bulgur bekommen mit Zatar das gewisse Etwas, doch das gilt auch für gegrilltes Gemüse, Tartes und Quiches sowie Geflügel. Kreihes Hähnchenschnitzel mit Zatar-Kruste, grünem Spargel und Zitronensauce sind köstlich.

Mein Rezept für ein paar Tage oder Wochen

Zatar

Zutaten

  • 10 El Sesam
  • 10 El Thymian
  • 10 EL Sumach
  • 5 El Majoran
  • 2 El Koriander
  • 2 EL Meersalz

Zubereitung

Die Sesamkörner etwas in einer Pfanne anrösten. Wir wollen, dass Röstaromen entstehen und eine goldene bis braun Farbe. Thymian, Majoran, eventuell auch Knoblauch und Oregano, auf jeden Fall Sumach, Koriander und Meersalz in den Mörser, der in jede gute Küche gehört, geben und mahlen.

Weil in Meersalz oft auch mikroskopisch klein Plaste und Elaste enthalten ist, greife man gerne auch zu Salz unter der Erde und aus den Bergen.

Den gerösteten und noch warmen Sesam mit den gemahlene Kräuter in eine Schale geben und mischen und ab dafür in einen „gut verschließbaren“ Behälter, eine Dose oder ein Glas mit Schraubverschluss.

Anmerkungen:

Siehe den Beitrag Von Ajowan bis Zatar – „Spice Up Your Food – 55 Lieblingsgerichte mit orientalischen Gewürzen“ von Susann Kreihe von Jean Camus.