Stall, Hof, Garten, Beet, Wiese, Feld, Fluss, See, Weinberg, Terroir und “Heimat weite Welt” von Benjamin Maerz

39
"Heimat weite Welt" von Benjamin Maerz. © Matthaes in der Dorling Kindersley Verlag GmbH im Konzern Penguin Random House

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Wenn es um den Begriff Heimat geht, dann tue ich mich immer schwer, diesen zu füllen, beziehungsweise mit diesem seinen Gegenstand zu greifen. Viele, die in Versuchung gerieten, verbrannten sich sowohl beim Füllen des Begriffes als auch beim Umfassen des Gegenstandes bereits die Finger. Wie wäre es also hier und heute mit einem Zitat?

In einer Buchvorstellung des Dorling-Kindersley-Verlages heißt es zum 240 Seiten umfassenden Werk “Heimat weite Welt” von Benjamin Maerz: “Heimat bedeutet für jeden Menschen etwas anderes, denn Heimat ist ein Gefühl. Es repräsentiert Geborgenheit, Familie, Traditionen, Erinnerungen, Sicherheit. ‘Heimat weite Welt’, so beschreibt Benjamin Maerz seinen Küchenstil. Gemeint ist damit die Verwendung der größtmöglichen Auswahl regionaler Produkte, verarbeitet mit Respekt, schwäbischer Bodenständigkeit und Feingefühl, kombiniert und inspiriert durch die kulinarischen Einflüsse anderer Länder und Kulturen. Benjamin Maerz zeigt welchen kulinarischen Weg er die letzten Jahre gegangen ist, was für ihn „Heimat“ bedeutet und wie er seine Küche damit verbindet. Durch die Eindrücke und Einflüsse der Natur seiner Umgebung (Weinberge, Wald, Wiesen, Feld) hat er gelernt das zu nehmen, was er vor Ort zur Verfügung hat und sich mit dem Thema ‘Heimat’ kulinarisch auseinanderzusetzen.”

Daß das Buch bestens und reichlich bebildert wurde, das versteht sich beim Matthaes-Verlag, der zur DfV-Mediengruppe gehört, von selbst. Lukas Kirchgasser und Stefanie Primeßnig sogten für die Fotografie der Speisen und die Drinnen-Fotografie, Michaela Klsoe für die Draußen-Fotografie. Das paßt prächtig zu den sechs Kapiteln “Stall & Hof”, “Garten & Beet”, “Wiese & Feld”, “Fluss & See”, “Weinberg & Terroir” sowie “Weite Welt”, die ganz hinten im Buch auf Seite 204 beginnt. Ein Rezepte dazu trägt den Titel “Jakobsmuschel im eigenen Sud”.

Aber auch ein “Ochsenmaul” und eine “Falsche Walnuss” sind so wenig zu verachten wie “Sellerie im Heu gegart und geräuchert” oder eine “Rinderflanke”, aber sehen Sie selbst, lesen Sie selbst und kochen Sie selbst!

Bibliographische Angaben

Benjamin Maerz, Heimat weite Welt, 240 Seiten, Fotografen: Lukas Kirchgasser, Stefanie Primeßnig und Michaela Klose, Format: 240 x 290 mm, Verlag: Mthaes, ISBN 978-3-98541-045-3, Preise: 69,90 EUR (Deutschland), 71,90 EUR (Österreich)

Vorheriger Artikel“Erinnerungen ans Essen – in Gedanken, Bildern und Rezepten” – Zum Großbuch “The Restaurant” von Heiko Nieder, das beides ist: Restaurantführer und Kochbuch
Nächster ArtikelWenn’s um die Wurst geht, dann zum Werk “Wurst herstellen” von Wolfgang Müller greifen