Rund und mariniert – Roulade mit Gardaseeforellen und Goethezitronen

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Ein Blick auf den Gardasee. Quelle: Pixabay, Foto: Wolfgang Dietz

Sirmione, Gardasee, Italien (Gastrosofie). Die Gardaseeforelle ist etwas Besonderes. Sie gibt es nur im Gardasee. Langsam nur gedeiht sie und wächst drei Jahre heran, bis sie gerade einmal eine Gewicht von 500 Gramm erreicht.

Daher nehmen sich echte Angler Zeit und gönnen sich die großen Fische, die eine länge von einem halben Meter erreichen. Weil Weibchen erst mit drei Jahren geschlechtsreif werden, darf man die jungen Forellen nicht fischen. Leider hielten sich nicht alle daran und so gilt die Gardaseeforelle als überfischt, als bedrohte Art.

Allerdings ist das Wasser auch oft schmutzig und fremde Arten wurden eingesetzt und breiteten sich aus, nahmen also der Gardaseeforelle Lebensraum. Für alle reicht es halt nicht.

Carpione del Garda (Gardaseeforelle). Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0, Bild: Domenico Collini – Eigenes Werk

Die Carpione del Garde genannte Gardaseeforelle gehört zur Familie der Lachsfische. Sie schwimmen vor allem in Tiefen von 100 bis 200 Metern und ernähren sich von Zooplankton, im Sommer auch von bodenbewohnenden Krebstieren.

Das Fleisch der Gardaseeforelle ist hell und reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, vor allem Omega-3-Fettsäuren. Dazu gute, große und vor allem biologisch angebaute Zitronen, die Goethe bereits begeistert haben. Das zusammen darf man sich gerollt und mariniert gönnen als

Roulade mit Gardaseeforellen und Goethezitronen

Zutaten

  • 2 Filets von Gardaseeforellen (weißes Fleisch)
  • 2 Filets von Lachsforellen (rosa Fleisch)
  • 4 Bio-Zitronen
  • gutes natives Olivenöl vom Gardasee
  • etwas Salz
  • etwas weißer Pfeffer
  • eine Prise Zucker
  • eine Hand voll biologisch angebauten Spinat
  • Blattsalate der Saison wie Valeriana oder Radicchio

Zubereitung

  • Die Schale von den Zitronen dünn abschälen und kleinschneiden oder grob abraspeln. Die Zitrone auspressen.
  • Den Zitronensaft mit dem Olivenöl (fifty-fifty) sowie etwas Salz und weißer Pfeffer nach Geschmack zur Marinade rühren.
  • Die Filets in eine flache Schüssel legen und mit einer Prise Zucker bestreuen. Anschließend mit der Marinade übergeben. Das ganz am besten nach dem Frühstück vorbereiten und bis zum Abendbrot und also ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
  • Am späten Nachmittag die Spinatblätter rupfen, putzen, blanchieren, in eiskaltem Wasser abschrecken und auf ein Tuch zum Trocknen auslegen.
  • Die Lachsforellenfilets auf einer Folie ausbreiten, vorsichtig flach klopfen und mit Raspeln der Zitronenschalen bestreuen. Spinat darüber breiten, dann die Gardaseeforellenfilets darauf legen. Mit Hilfe der Folie einrollen, Gummiband darum wickeln und ab damit in den Tiefkühler, aber nur leicht anfrieren lassen.

Servieren

  • Zum Abendessen sollte alles fertig sein und das wird am sommerlichen Gardasee bekanntlich spät und bis in die Nacht eingenommen, oder? Feste Scheiben schneiden, nicht zu dünn.
  • Von der vierten Zitrone Hülle und Haut bis ins Fruchtfleisch abschälen und Filets herauslösen.
  • Aus Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl eine Salatsauce herstellen. Die festen Forellenfiletscheiben mit dem Salat der Saison adrett anrichten.
  • Sauce darüber gießen und die Roulade mit Gardaseeforellen und Goethezitronen mit Brot genießen.

Guten Appetit!