Nicht nur für den Igel – „Kölsche Mett“ von Tante Tomate

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"Kölsche Mett" von Tante Tomate. © Tante Tomate

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Erst flatterte von Rausch Ccommunications & PR eine Pressemitteilung mit dem Titel „Würzen mit Spaß: Mit den Gewürzen von TANTE TOMATE – Hol dir Berlin-Feeling oder Kölsche Lebensart für dein Grillfest“ auf einen Rechner in der Redaktionsstube, dann eine Paket von der Tante Tomate Gewürzmanufaktur GmbH + Co. KG in die Redaktionsküche. Darin enthalten sind ein halbes Dutzend Dosen mit Gewürzen, die – Finger in die Dose und zum Ablecken in den Mund – gelungener nicht schmecken könnten.

Lustige Etiketten statt langweilige Etikette

Dass das eine oder andere Etikett auch alles andere als langweilig ist, also Humor beweist und ein Hingucker ist, das zeigen wir, Dose für Dose.

Hier und heute „Kölsch Mett“ zum Igel. Igel? Der Mettigel ist gemeint, der im vergangenen Jahrhundert ein Muss auf jeden kalten Buffet war, allerdings auch Hackepeterigel oder Hackepeterschwein genannt wurde, auch wenn die meist Portion Mett in die Form eines Igels nicht von Peter kam. Oft wurden Zwiebeln oder Salzstangen als Stacheln und schwarze Oliven als Augen und Nase verwendet. Wahrlich, manche Meisterwerke waren unter meinen Mettigel-Erfahrungen.

„Kölsche Mett“ aus Borken

Nur die Würzmischung „Kölsche Mett“ von Tante Tomate aus Borken war nicht dabei. Dafür steht sie dieser Tage auf dem Tisch

In einer Dose mit Sichtfenster im Deckel würden 45 Gramm Inhalt stecken. Die Zutaten: Paprika, grüner Pfeffer, Petersilie, Chili und Majoran. Das könnte man beinahe klassisch nennen.

Auf der Heimatseite Tante Tomate im Weltnetz wird noch genannt, wofür und wie das Würzen gehe. Zitat: „Tatar jeht auch!

Kölsch jewürzt jeht so: eenfach übert Mett – ordentlich durchknete un feddig. Jeht doch!!!

Ach, Salz noch mal extra druff!“

Thüringer Schweinefleisch mit „Kölsche Mett“ auf Ostberliner Schrippe

Den Rat aus Borken lassen wir uns in der Berliner Redaktionsstube nicht zweimal sagen bei durchgedrehtem Thüringer Schweinefleisch mit „Kölsche Mett“ auf Ostberliner Schrippe.

Dass auch diese Gewürzmischung wie alle anderen von „Renate Thesing und ihrem Team liebevoll entwickelt“ worden sei, „indem sie als allererstes auf die Suche nach passenden Namen gehen und zu diesem dann eine ganz spezielle Würzmischung zusammenstellen“, das glauben wir gerne.