Mandelmilch pur oder als marokkanische Latte Louiza

0
368
Mandelmilch. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Dass man Mandelbäume beim besten Willen nicht melken kann, das ist klar. Deswegen kommt Mandelmilch (lat. amygdalate) auch aus keinem Euter, sondern diese „Milch“ wird aus Mandeln und Wasser hergestellt. Sie ist also rein pflanzlich und wohl vegan.

Gastrosofen und solche, die es werden wollen, können Mandelmilch ganz einfach herstellen. Man mahle und röste Mandeln. Diese oder eine bereits fertig gekaufte Mandelpaste, beispielsweise eine von Sardinien namens Pasta di Mandorla, wird mit warmen bis heißem Wasser übergossen. Umrühren und dann mehrere Stunden beispielsweise über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Morgen durch ein Tuch filtern. Fertig.

Mandelmilch muss kühl gelagert werden, also ab damit in den Kühlschrank.

Diese Mandelmilch kann man je nach Lust und Laune beziehungsweise Geschmack süßen, vorzugsweise mit Honig, oder würzen, mit Vanille, Zimt, Orangenblütenwasser oder Zitronenverbene.

Zitronenverbene (Aloysia citrodora) oder auch Zitronenduftstrauch oder Verveine genannt, stammt aus der Familie der Eisenkrautgewächse, die auch hier gedeiht, aber keinen Frost verträgt. In einigen deutschen Landen sagen die Leute Luiserlkraut (Aloysia gleich Luisa), neuerdings auch Louiza, das ist marokkanisch.

Für Gäste aus fremden Völkern und Ländern lässt sich eine

marokkanische Latte Louiza

herstellen. Für einen Liter braucht man folgende

Zutaten

  • 500 ml Mandelmilch
  • 30 Blätter Zitronenverbene
  • 500 ml Wasser
  • Honig

Zubereitung

Die Mandelmilch in einen Topf gießen und erwärmen, aber nicht kochen. Die Zitronenverbene hineingeben und bei hohen Temperaturen eine Viertelstunde am Köcheln halten, aber nicht kochen. Das Wasser dazu gießen, nochmals köcheln. Fertig. Durch ein Sieb oder Tuch seiehn und mit Honig süßen, wie es einem geschmacklich gefällt. Warm bis heiß servieren und vorher noch eine Butterflocke obendrauf. Das sieht nicht nur super aus, das schmeckt auch so!