Koche, grille und gare, dampfe, schmore und backe! – Und read „Eat“ von Chelsea Winter

0
73
"Eat" von Chelsea Winter. © Ars Vivendi

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Chelsea Winter, die Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts nach unserer Zeitrechnung in Hongkong geboren sein soll, gilt seit dem Sieg bei der TV-Kochschau „MasterChef New Zealand“ als eine „neuseeländische Starköchin und Kochbuchautorin“.

Auf jeden Fall ist die Frau nicht mehr wegzudenken aus der Kiwi-Kolonie des Vereinigten Königsreichs und ragt aus der Randgruppe der Inselköche heraus wie ein Fels in der Brandung, ähnlich wie die Cookstraße die Nord- und Südinsel, die Neuseeland bilden, trennt, nur anders.

Dazu trugen eine Hand voll Kochbücher bei. Nach „At My Table“, „Every Delicious“, „Homemade Happiness“ und „Scrumptious“ halte ich nun „Eat“ in Händen und möchte gleich reinbeißen. Ins Buch.

Ähnlich wie andere Kochbücher – nur anders – ist auch „Eat“, weil sich Winter „auf die essentiellen dinge im Leben“ beziehen würde und das seien „Familie, Freunde, Wohlgefühl, Glück – und köstliches, hausgemachtes Essen“. So und nicht anders steht es auf der Rückseite des Buchdeckels.

Auf jeden Fall überzeugen die Fotos von Tam West, die zwar zwischen eine Hand voll bis ein Dutzend Male Chelsea Winter ganz oder zumindest eine Hand zeigen, aber weder Familie noch Freunde, dafür das, worauf es in diesem Buch ankommt: „köstliches, hausgemachtes Essen“ .

Auf 240 Seiten finden sich auch ein Vorwort und eine Einleitung, ein Inhaltsverzeichnis und Wissenswertes über Vorräte sowie eine Danksagung und ein Register.

„Der größte und gehaltvollste Abschnitt des Buches“ befasst sich mit dem Abendessen. Zu den Gerichten mit Hähnchen, Rind, Lamm und Schwein, Fisch und Meeresfrüchten sowie Würsten gesellen sich auch „ein paar vegetarische Gerichte“. Wie wäre es mit Owens Hähnchen-Süßkartoffel-Pie oder wunderbar klebrigen Honig-Sojasaucen-Hähnchen-Häppchen? Beachtliche wie fleischfreie Burger und balinesisches Rindfleisch-Rendang stehen ebenso im Buch wie der Rolls Royce des Roastbeef. Scotch-Eggs und Irisch Stew, Lachs-Quiche und Rinderbäckchen in Rotwein – Winter kennt keine Grenze des guten Geschmacks. Ossobuco mit Gremolata und Linsensuppe mit Lammfleisch werden genau so feilgeboten wie „Meine Ratalouille“, also die von Winter. Mit Winter kann König Kunde auch Ketchup kochen und Semmelbrösel selber machen.

Super sind auch die süßen Sachen wie Kaffeekuchen und Tuck Shop Donuts. Auch die Hochstapler-Eiscreme muss man versuchen. Koche, grille und gare, dampfe, schmore und backe! Mit den Rezepten von Chelsea Winter geht das gut für Gourmets und Gourmands gleichermaßen.

Bibliographische Angaben

Chelsea Winter, Eat, 240 Seiten, Verlag: Ars Vivendi, 1. Auflage, Cadolzburg 2018, ISBN: 978-3-86913-982-1, Preis: 26 EUR (D), 26,90 EUR (A)