Knochenschinken im Stück und in Scheiben

Knochenschinken im Stück. © Lindner Land- und Forstwirtschaft GmbH & Co. KG, BU: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Nichts geht über guten Knochenschinken im Stück, von dem die Scheiben vor Augen und Nasen dünn geschnitten werden. Wieder und wieder wird gemessert, bis nur noch Knochen übrig bleibt.Wer Knochenschinken bei Land.Luft (Eigenschreibweise) kauft, der hält zum Schluß einen Knochen von einem Weideschwein in Händen.

Die Weidescheine, die mit guter Landluft aufwachsen, seien „eine Kreuzung von Deutschen Edelschweinen“ und Schweinen der Rasse Pietrain. Dieser aparte Mix gilt als „sehr robust“. Das Pietrain stammt vom Bayeux-Schwein ab, das als ein frühreifes Fleischschwein gilt, welches 1920 nach Pietrain, das im Départment in Hauts-de-France liegt, kam.

Bei Land.Luft liegen die Schweine auf der Weide. Dort dürfen sie „langsam reifen und gedeihen“, heißt es auf der Heimatseite landluft.bio im Weltnetz. Dort steht auch dies zu lesen: „Ihr ganzes Leben lang verbringen sie bei uns auf den großen Weiden in Leberfing.“ Wenn das kein Tierglück ist, was dann?

Übrigens liegt Leberfing als Weiler in Roßbach und also im Landkreis Rottal-Inn.

Daß die Weideschweine „am Ende“ ihres Lebens nicht verrotten, sondern „in gewohnter Umgebung im mobilen Schlachtanhänger ganz ohne Stress direkt auf ihrer Weide geschlachtet“ werden und daß es „keine Tiertransporte“ gibt und sogar „eine eigenen Hofmetzgerei“, das wird nicht unerwähnt gelassen.

In der Metzgerei würden „die Schlegel mit groben Steinsalz von Hand von unseren Metzgermeistern einmassiert und für ca. zwei Jahre in die Reifekammer gehangen“ werden. „Dabei trocknet der Schinken an der Luft durch“, heißt es weiter und auch, daß die Knochenschinken durch „die lange Reifezeit … ein nussiges Aroma“ bekämen.

Knochenschinken in Schieben. © Lindner Land- und Forstwirtschaft GmbH & Co. KG, BU: Stefan Pribnow

Wohl wahr, möchte ich meinen, denn wir wurden mit Knochenschinken bemustert. Bei einem Vergleich mit einem sogenannten Parmaschinken oder auch Serranoschinken dürften bei Geruch und Geschmack wohl viele wie wir den Knochenschinken von Weideschweinen in Leberfing als Lieblingsschinken wählen.

Roter Wein und weißes Brot passen zu einer Hand voll Scheiben Knochenschinken, allerdings dürften auch Weißbier und Schwarzbrot dazu schmecken. Pur oder mit Honigmelone möchte der Knochenschinken mit Landluft ebenfalls munden.

Die Zutaten:

100 g wurden hergestellt aus 139 g Schweinefleisch*, Speisesalz (*aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft; kann Spuren von Getreide und Gluten enthalten).

Energie172 kcal /   725 kJ
Fett6,9 g
– davon gesättigte Fettsäuren0 g
Kohlenhydrate0 g
– davon Zucker0 g
Eiweiß27,7 g
Salz4,45 g

Anmerkung:

Siehe die Beiträge

im Magazin GASTROSOFIE.

Anzeige:

Reisen aller Art, aber nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert und mit Persönlichkeiten – auch kulturelle und kulinarische Reisen übers Land –, bietet Retroreisen an. Bei Retroreisen wird kein Etikettenschwindel betrieben, sondern die Begriffe Sustainability, Fair Travel und Slow Food werden großgeschrieben.

Vorheriger ArtikelSpeis zum Trank – Annotation zum Buch „Bier. Kochen, kombinieren, genießen“ von Stephen Beaumont
Nächster ArtikelVon der Schnauze bis zum Schwanz, vom Anis-Champignon bis zur Zirbel – Das Kochbuch „Wild. Nose to Tail“ von Wolfgang Müller und Benjamin Haverkamp