In der Reihe „Die Weisheit mit Löffeln fressen“ hier und heute: „Die Ökobilanz auf dem Teller“ von Malte Rubach

"Die Ökobilanz auf dem Teller" von Dr. Malte Rubach. © Hirzel

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Kürzlich lass ich von einem Buch, dass ich noch nicht in Händen halte. Das muss auch nicht sein, kann aber noch. Nun, das Buch „Die Ökobilanz auf dem Teller“ von Dr. Malte Rubach, „der Ernährungswissenschaft in Deutschland, der Türkei und den USA studiert“ habe, trägt den Untertitel „Wie wir mit unserem Essen das Klima schützen können“.

Dass der Kampf ums Klima auch am heimischen Herd ausgetragen wird oder werden soll, das wunder wenig. Die Welt ist voller Irrungen und Wirrungen, eine mehr oder weniger macht den Braten nicht fett. Fett hingegen sollte das Thema Überbevölkerung, mit dem sich Kenner und Kritiker schon seit über 100 Jahren beschäftigen, spätestens jedoch, seit der Club of Rome Anfang der 70er Jahre des 20. Jahrhundert das Thema auf die Tagesordnung setze und Tausende das Buch „Die Grenzen des Wachstums“ lasen.

Nun also „Die Ökobilanz auf dem Teller“. In einer Pressemitteilung vom 14.10.2020 wird dazu die Frage aufgeworfen: „Goji-Beeren aus Tibet, Chia-Samen aus Süd-Mexiko und Kurkuma aus Südasien – wir ernähren uns zwar gesund, aber ist das auch gut für unser Klima?“

Rubach solle „in seinem neuen Buch“, das am 13. Oktober 2020 im Hirzel-Verlag erschienen, „die Zusammenhänge zwischen dem Klima und unserer Ernährung“ erläutern. „Liegt das Problem etwa auf unseren Tellern?“

Dass Rubach nicht nur Fragen stelle, sondern „für einen maßvollen Genuss“ plädiere, darauf wird der Leser der Pressemitteilung ebenfalls hingewiesen.

Fast möchte man meinen, weniger Gourmand und mehr Gourmet sei die Lösung. Doch dann lese ich dies:

„1 Portion Spaghetti Bolognese gegessen? Einfach 30 Minuten weniger Online-Streamen!

1 Tasse Kaffee (200 ml) getrunken? Einfach 14 Stunden das Licht auslassen!

1 Rindersteak (150 g) gegessen? Einfach 37 Kilometer weniger Auto fahren!“

Sollte das noch mehr Leute lesen und Lachanfälle bekommen, die zu Todesfällen werden, könnte das Problem mit der Überbevölkerung womöglich gelöst werden.

Daher bitte ich Sie inständig: Teilen Sie diesen Text, verbreiten Sie ihn im Weltnetz. Subito!