Gute Gelbwurz oder Kurkuma gehört in die Küche

Kurkuma. Quelle: Pixabay, Foto: Steve Buissinne

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Für alle Gewürze gilt, sie ganz zu kaufen, denn gemahlen verlieren sie mit der Zeit ihr Aroma. Deswegen kaufen kennen Muskatnüsse, Kardamomkapsel oder Zimtstangen.

Der Grund ist einfach. Je größer die Fläche, desto schneller verduften die köstlichen ätherischen Öle. Diese Öle sind es, die den Gewürzen ihren Geschmack geben. Kurkuma (Curcuma longa) gibt auch Farbe. Gelbwurz nannten Großeltern das gute Gewürz, das in jede Küche gehört, weil es schmeckt und gesund ist.

Verdauungsfördernd kann die Gelbwurz Blähungen und Völlegefühl lindern. Sie solle nämlich die Leber anregen, noch eine extra Portion Gallensäuren auszuschütten. Leicht entzündungshemmend soll Kurkuma dank des Curcumin sein. Curcuma longa, wie der Lateiner sagt, und Curcuma xanthorrizae (Javanische Gelbwurz) gelten als alte Arzneikräuter. Sie seien krebshemmend und eventuell Alzheimer vorbeugend, heißt es in Überlieferungen. Manchen gilt die als Rhizoma Curcumae Longae gelistete Pflanze als Droge. Wie immer dürfte die Dosis entscheidend sein.

Die Menge macht`s auch beim Würzen. Dafür kann man die Wurzel gut und gerne ein paar Wochen im Gemüsefach des Kühlschrankes aufbewahren.

Kurkuma ist auch als Indischer Safran bekannt und schmeckt manchem eher herb und bitter, daher in Maßen verwenden. Die Frische mag ein wenig nach Ingwer erinnern, was die Ähnlichkeit der Wurzel unterstreichen könnte, aber eigentlich schmeckt Kurkuma eher erdig.

Kurkuma kommt gut in Aufstrichen, Quark, Frischkäse und Joghurt, geht immer in Reisgerichten und ist gut für weißen Fleisch, also ideal für Geflügel und Weißfische. In Gewürzen wie Ras el Hanout kommt es vor, auch in Chutneys. Manche mögen ihr Obst damit aufhübschen und Kuchen oder Keksen das gewisse Etwas geben. Ausprobieren!