Frappieren oder immer einen kühlen Kübel

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Weißwein. Quelle: Pixabay, Foto: Zoltan Szarvas

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Wohl wahr, Weißwein gehört gekühlt, jedenfalls dann, wenn er zu warm ist. Doch was ist zu warm und was gekühlt?

Nun, die aus meiner Sicht beste Temperatur liegt für einen – höflich formuliert – leichten Weißwein bei um 10° Celsius. Hingegen darf es bei einem besseren Weißwein durchaus 12° Celsius und etwas mehr sein. Als bessere Rebsorten gelten Riesling und der Müller-Thurgau, doch auch ein Riesling kann schlank schmecken, also leicht sein wie ein Pinot Grigio, also kühler servieren. Schlanke, leichte und frische Weine gelten auch als Sommerweine, denn sie sind weniger reich an Alkohol, sollten jedoch eine gewisse Säure auch noch beim letzten Schluck bieten.

Ein Weißburgunder sowie gute Silvaner und Kerner hingegen sollte wiederum etwas mehr Temperatur vertragen. Als bessere Weißweine gelten zudem Grüne Veltliner oder Weißgipfler und der Welschriesling. In diese Liga gehören auch Chardonnay und Sauvignon Blanc, Trebbiano, Pinot Grigio und Malvasia, Airén, Pardillo und Macabeo.

Wer seinen Weißwein nicht früh genug in den Kühlschrank gestellt hat, um ihn runterkühlen zu lassen, der packe ihn in einen Eiskübel. Das sieht zudem für viele frisch und fesh aus. In einen solchen Kübel gehört nicht nur Eis, sondern auch Wasser und eine Prise Salz. Dann kühlt der Weiße in Kürze runter.

behelfen. Die Flasche hineinstellen, je zur Hälfte mit Eis und kaltem Wasser sowie etwas Salz auffüllen. Das Salz beschleunigt den Kühlprozess, auf diese Weise lässt sich der Wein in 10 Minuten um 5 Grad herunterkühlen.

Versetzen Sie also gute Gäste in Erstaunen. Frappieren Sie!

Und gönnen Sie sich ein Weinthermometer, um die Temperatur Ihres Weines exakt messen zu können.

Mit Pi mal Daumen und also ungefähr liegen manche Kellergeister oft grob daneben.