Ein Glas Gundermann oder die gute Gundermann-Milch

0
165
Gundermann. Quelle: Pixabay, Foto: Hans Braxmeier

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Dass „Gundermann (Glechoma hederacea), auch Echt-Gundelrebe, Gundelrebe oder Erdefeu genannt, … eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae)“ sei, das steht in „Wikipedia'“, aber wer weiß das schon?

Oder wer weiß, dass ihre Heilkraft gegen Eiter dieser Pflanze, die beinahe das ganze Jahr auf feuchtem Wiesengrund und unter Hecken oder an Waldrändern wunderbar wächst, den Namen gab? Eiter wurde einst Gund genannt.

Damit die erste Milch dem Kalb gut bekommt, wurde aus Gundermann ein Kranz gepflochten, durch den die Milch gemolken wurde. Daher auch der Name Kranzlkraut.

In ganz Germanien und auf der halben Welt wächst Gundermann, die es schattig und halbschattig mag und die von Hildegard von Bingen bei Erschöpfungszuständen empfohlen wird. Schleimlösend soll es sein und super bei Schnupfen, zudem entzündungshemmend bei Wunden, die nicht heilen wollen. Müde macht Gundermann wieder munter, denn es enthält neben Bitter- und Gerbstoffen, Saponinen und Kalium, weitere Mineralstoffe und reichlich Vitamin C.

Ich empfehle daher Gundermann als gute Gabe, beispielsweise ein Glas

Gudermann-Milch

Zutaten

  • einen Liter Milch (Bio, wenigstens von Kühen, die draußen weiden dürfen)
  • zwei Hände voll mit Gundermannblüten
  • ein paar Melissen- und Minzblätter für die Frisch und
  • zwei, drei Esslöffel Honig (Bio) zum Süßen

Zubereitung

Die Milch in einen Topf gießen, die frischen oder getrockneten Blüte und Blätter hinzugeben. Alles einmal unter Rühren aufkochen, nicht, dass die Milch anbrennt. Vom heißen Herd nehmen, stehen und kühlen lassen. Dann durch ein Sieb oder Tuch gießen. Nach dem Ab- oder Durchseien nochmals auf Zimmer- bis Körpertemperatur erwärmen und den Honig einrühren. Wer es süß möchte, der muss mehr Honig verwenden, für weniger Süße reichen ein, zwei Esslöffel. Fertig ist die Gundermann-Milch, die vor allem im Herbst und im Winter den Sommer streckt und schmeckt.

Servieren

Beim Servieren noch eine Flocke guter Markenbutter obenauf geben und ein, zwei blaue Blüten und grüne Blätter. Das nicht nur gut aus, das duftet und schmeckt.