Curry, Kurkuma, Oregano oder Basilikum – Kräuter und Gewürze statt Geschmacksverstärker wie Glutamat

0
231
Basilikum am besten frisch verzehrt und nicht erhitzen. Quelle: Pixabay, Foto: Ulrike Leone

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Geschmacksverstärker sind Stoffe, die Gerichten zugegeben werden, damit die das Essen aufmotzen. Das Mahl soll mit dem Zeug, das mit dem Buchstaben E und Zahlen nummeriert wird, besser, stärker, kräftiger schmecken statt fad und irgendwie nach nichts. Doch die Lebensmittelzusatzstoff können noch mehr als Geschmack, auch den Geruch beeinflussen sie. Außerdem verändern sie die Konsistenz von Lebensmitteln und bringen zudem mehr Farbe ins Spiel.

Getarntes Glutamat

Weil der Ruf von Glutamat seit Jahrzehnten ramponiert ist und die Kunden längst auf E-Nummern achten, mogeln mehr und mehr Herstellern, indem sie andere Zusatzstoffe verwenden, die Glutamat a priori enthalten. Das Aufsagen oder der Aufdruck von „ohne Geschmacksverstärker“ bei Fertigprodukten ist also oft Schummelei. Das Zeug steckt nämlich auf natürliche Weise in Tomaten und Pilzen, Fleisch und Fisch, aber beispielsweise auch Käse wie Parmesan. Ja, auch in Gemüse steckt Glutamat.

Die Produzenten mit Mogelpackungen mengen beispielsweise Hefeextrakt oder Tomatenpulver bei, die Glutaminsäure enthalten. In angeblich gut gewürzten Speisen können neben Glutamat auch Guanylate und Inosinate stecken.

Wer das alles nicht will, der wähle Gewürze und Kräuter und zwar solche, die besonders stark sind, wie Curry, Kurkuma, Oregano oder Basilikum. Statt Fertigprodukte wie Tüten- und Dosensuppen einfach eine geschmackvolle Brühe selber zubereiten. Möhren, Sellerie, Lauch anbraten, Wasser darüber gießen, Hühnerfleische am Knochen oder Rindfleisch in den Suppentopf geben, salzen und kochen lassen. Fertig und lecker.