Arbutus unedo vom (Zwerg-)Erdbeerbaum

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Arbutus unedo vom (Zwerg-)Erdbeerbaum. Quelle: Pixabay, Foto: siala, BU: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Erdbeeren? Klar, die kennen viele in deutschen Landen, aber die wachsen erstens in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel und zweitens knapp über der Ackerkrume. Reif und rot gebückt gepflückt machen sie sich prächtig auf einer Torte oder unter Schlagoberst.

Doch es gibt Erdbeeren, die am Baum wachsen. Wirklich. Aus dem dichten und buschigen Wuchs eines Zwerg-Erdbeerbaum (Arbutus unedo Compacta) leuchten die roten Früchte heraus und zwar in der Zeit von Oktober bis Dezember. Wohl wahr, wenn, dann wächst er im Süden der Nordhalbkugel, beispielsweise in Portugal.

Dort schmücken sowohl die weiß bis rosafarbenen Blüten den Erdbeerbaum als auch die roten, erdbeerähnlichen Früchte, die sicherlich essbar sind, aber im Vergleich zur Wald- und Gartenerdebeeren unserer Breitengrade eher fade schmecken.

Aber Arbutus macht sich als Baum nicht nur gut im Garten, sondern auch im Glas. Die Früchte werden aufgrund ihres Zuckergehalts traditionell zur Herstellung von Likören verwendet.

Doch mehr denn je landen sie in Salaten, in Dessert und werden solo als Süßigkeit verzehrt. Die organisch beziehungsweise biologisch angebaute Arbutus unedo wächst in den Bergen Portugals, die sich in einem vollständigen Gleichgewichtsökosystem befinden, was dazu führt, dass Baum und Früchte selten befallenen werden. Das „schützt“ in gewisser Weise Baum und Böden vor chemischen Kontaminationen. Dieser klimatisch günstige Standort ermöglicht es zudem, die Erntezeit um bis zu vier Monate zu verlängern.