Ja, Jameson! – Touren und trinken in den Old Jameson Whisky-Destillerien in Midleton und Dublin

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Old Jameson Distillery Midleton, Irland. Quelle: Pixabay, Foto: Albert van den Boomen

Midleton, Dublin Irland (Gastrosofie). Wer kennt ihn nicht, den irischen Whisky mit Namen Jameson? Deren Destillerien dürfen besucht werden. Zum einen wäre das die Old Jameson Distillery in der Bow Street unweit vom River Liffey in Dublin, zum anderen die Jameson Distillery Midleton am River Ovennacurra, aus dem der Ballinacurra River wird. Auch die Old Midleton Distillery ist eine Reise wert. Schließlich wurde der Legende nach in Midleton (irisch Mainistir na Corann) der Whisky dort erfunden.

Weiter heißt es in „Wikipedia“ dazu: „Destillerie wurde in Midleton bereits im Jahr 1825 von der Familie Murphy etabliert, die heute unter anderem auch eine Brauerei in Cork betreibt. Zwei Jahre vorher wurden die Bestimmungen bezüglich Alkoholbesteuerung gelockert, so dass die Destillerie im großen Stil errichtet wurde. Unter anderem gibt es daher in Midleton den größten Brennkessel (Pot Still) der Welt. Der Whiskey aus Midleton fand vor allem lokal großen Absatz, die seit etwa 1920 bestehende Marke Paddy wurde nach ihrem erfolgreichsten Handelsvertreter Paddy Flaherty benannt und existiert noch heute. Ende des 19. Jahrhunderts fusionierte Midleton mit anderen Brennereien aus dem Raum Cork zur Cork Distilleries Company und im Jahr 1966 mit Jameson und Power’s aus Dublin zur Irish Distillers Limited. 1975 wurde die Produktion stillgelegt und in eine nagelneue benachbarte Fabrik verlagert. In limitierter Auflage wurde die Marke Midleton Very Rare produziert. Seit 1992 ist die alte Destillerie als Museum geöffnet und wird von Irish Distillers als Jameson Heritage Centre geführt.“

Woher, wenn nicht aus den Flüssen Irlands, wird das Wasser für Whisky genommen, genauer: für das „Wasser des Lebens“ (irisch uisce beatha). Auf Irland, dazu gehört immer noch der von Rotröcken, also Engländern u.a. besetzte und British Ulster genannte Teil der Insel, gibt es nicht nur ein Dutzend, sondern rund zwei Dutzend Destillerien. Kürzlich kam mit der Skellig Six18 Destillery vor ein paar Monaten hoch offiziell noch eine hinzu. In diesem Jahr soll es die ersten Flaschen geben.

Zurück zu Jameson in Midleton und Dublin. Während einer Tour durch die Whisky-Destillerien erfahren die Teilnehmern eine Menge über das Mälzen, Mahlen und Maischen, die Fermentierung, das Brennen und die Reifung vom „Wasser des Lebens“.

Old Jameson Distillery Dublin. Quelle: Pixabay, Foto: sandarelli

Am Ende einer Tour durch die traditionsreichen Brennereien winkt eine Whisky Tasting genannte Whisky-Verkostung. In der Bow Street findet sie im „geheimen Büro von John Jameson“ statt. Cocktails können dort auf Wunsch kreiert werden und Whisky-Blending-Meisterkurse müssen von Kennern besucht werden. Außerdem darf man sich aus dem Mauration Warehouse bedienen, verkosten und kaufen so viel man möchte. Jameson vor allem!

Auch beim Riechen und Schmecken von Whisky dürfen einige ihr Können unter Beweis stellen. Keine Frage: Das Dechiffrieren der Aromen ist vor allem Übung, die zur Meisterschaft führt. Wer nur frischer Früchtekorb oder verbrannter Torfklumpen als Antwort zu geben weiß, der bekommt trotz allem sein Whisky-Diplom als nettes Mitbringsel. So sind sie, einige Iren. Super!

Heimatseite im Weltnetz: www.jamesonwhiskey.com/de/