Gerichte für seine Liebsten oder kochen, was alle essen – Zum Herzstück hausgemachter Küche oder zum Buch „Italy. Made at Home“ von Giorgio Locatelli

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"Italy. Made at Home. Gerichte für meine Liebsten" von Giorgio Locatelli. © Christian Verlag GmbH

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Dass Starkoch Giorgio Locatelli gerne Gericht für seine Liebsten kocht, das glaubt man ihm gern, vor allem dann, wenn man seine einleitenden Worte zu seinem Buch „Italy. Made at Home“ liest. Unter der Überschrift „Die Orte, die ich Zuhause nenne“, erwähnt er London und die Lombardei. Im Norden von London sei einer dieser Orte, wo er mit seiner „Frau Plaxy und den mittlerweile erwachsenen ‚Kindern‘ Jack und Margherita, die kommen und gehen, wie es ihnen passt, sich aber darauf freuen, den Kühlschrank zu lündern, sobald sie den Fuß durch die Tür setzen“. Der andere liege in Corgeno in der norditalienischen Region Lombardei, wo sein Onkel das Restaurant La Cincianella betrieb, an dem seine „ganze Familie beteiligt war“.

„Viele Gerichte meiner Großmutter koch ich noch heute für meine Familie“, beteuert Giorgio Locatelli, „und wenn ich dies tue“, schreibt er weiter, „ist es, als wäre ich mit ihr und meinem Großvater wieder in Corgeno“. Weiter im Vorwort: „Je nach Wochentag gab es isotto mit Safran, Pasta mit Tomatensauce, Fisch aus dem See und einmal die Woche frische Garnelen oder Schmorgerichte wie Ossobuco oder spezzationi, mein liebstes Rinfleischgericht mit Kartoffeln und Erbsen.“

Die genannten Gerichte wie Risotto mit Safran oder Ossobuco befinden sich selbstverständlich im Buch und zwar auf Seite 258 und 259. „Das Ossobuco wurde früher immer von meiner Großmutter zubereitet, und zwar nicht aus Fleisch von Kälbern, die unter schlimmen, seit 2007 verbotenen Bedingungen gehalten wurden, sondern mit dem Fleisch der in den Bergen der Umgebung frei umherlaufenden Tiere.“ Dass Ossobuco „hohler Knochen“ bedeutet, das wird genau so erwähnt die das sanfte Garen, „das das Fleisch … so überaus lecker macht“. „Erst kurz vor Ende der Garzeit“, verrät Locatelli, „kommt dann mit der Cremolata ein kräftiger Schuss Aroma hinzu: Zitronenschale, Petersilie und Knoblauch, eine Mischung, die jeden Eintopf aufpeppt. Übrigens essen die Locatellis „Ossobuco immer auf traditionelle Mailänder Art“ – richtig – „mit Safranrisotto“ (siehe Seite 188).

Das Kochbuch mit 150 Rezepten bietet „echte italienische Familienküche“ und dürfte als Nachfolgebnd des Bestsellers „Made in Italy“ das bisher persönlichste Buch aus der Feder von Giorgio Locatellis sein. Ab mit dem Buch in die hauseigene Bibliothek, weil es anregend und alltagstauglich ist.

Bibliographische Angaben

Giorgio Locatelli, Italy. Made at Home, Gerichte für meine Liebsten. Die 150 besten Familienrezepte, 320 Seiten, ca. 120 Abbildungen, Format: 19,3 x 26,1 cm, Hardcover, Christian Verlag GmbH, 1. Auflage, München, September 2018, ISBN-13: 978-3-95961-246-3, Preise: 29,99 EUR (D), 30,90 EUR (A), 41,50 sFr