Start Lebensmittel Kopfsalat, der nicht aus der Erde kommt, sondern vom Dach oder Lollo...

Kopfsalat, der nicht aus der Erde kommt, sondern vom Dach oder Lollo Rosso aus Lankwitz – „REWE Green Farming Berlin“

"REWE Green Farming Berlin." © Christoph Große

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). In der Regel berichten wir im Magazin GASTROSOFIE über klassische Märkte, alte Märkte und besondere Märkte, nicht über Supermärkte. Diese Meldung über den „ersten Supermarkt mit Dachfarm“ ist eine Ausnahme, welche die Regel bestätigt.

In einer Pressemitteilung vom 20.5.2026 informierte Kirsten Hensen als REWE-Mediensprecherin unter der Überschrift „REWE eröffnet Berlins ersten Supermarkt mit Dachfarm“ darüber, daß „mit dem neuen REWE Green Farming Markt Berlin … Landwirtschaft mitten in die Hauptstadt“ der Bundesrepublik Deutschland ziehe. Wenn Bauern durch Berlin ziehen, dann meist demonstrierend und der Politik aufs Dach steigend.

Nun ist es ein Dach über einem Supermarkt der REWE (Eigenschreibweise) abgekürzten Kette, wobei die Abkürzung für Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften“ steht. Doch das Dach, auf dem „perspektivisch … im Jahr … 900 000 Salatmischungen“ wachsen sollen ist auf Holz gebaut. Das sieht schön aus und ist gut. Dazu heißt es in der besagten Pressemitteilung: „Auch im Betrieb schließt sich der Kreislauf: Abwärme aus dem Markt, eine Wärmepumpe und Regenwasser aus einer Zisterne ermöglichen optimale Wachstumsbedingungen für den Stadtsalat auf dem Dach. Was heute noch besonders wirkt, wird Peter Maly zufolge morgen zum Standard. Der Vorstand der REWE Group wird anschließend wie folgt zitiert: „Unsere neue Supermarkt-Generation geht jetzt in Serie, dank der modularen Bauweise können wir die Dachnutzung optimal an den Standort anpassen. Wir planen bereits weitere Holzbau-Märkte in Deutschland.“

Vorwärts immer und das mit Kopfsalat, der nicht aus der Erde kommt, sondern vom Dach dieses ansehnlichen Marktes. Auf der 2.760 m² große und gläsernen „Dachfarm“ sollen „die Pflanzen … einen automatisierten, hydroponischen Anbauprozess – nahezu ohne Erde“ durchlaufen und nach rund zwei Dutzend Tagen „im Markt verarbeitet, verpackt und für den Verkauf vor Ort oder den Transport vorbereitet“ werden.

Anzeige:

Reisen aller Art, aber nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert und mit Persönlichkeiten – auch kulturelle und kulinarische Reisen durch Berlin und Brandenburg –, bietet Retroreisen an. Bei Retroreisen wird kein Etikettenschwindel betrieben, sondern die Begriffe Sustainability, Fair Travel und Slow Food werden großgeschrieben.

Vorheriger ArtikelViel mehr als nur Köttbullar – „Über 100 Rezepte aus den Küchen Skandinaviens“ im Kochbuch „Modern Nordic“ von Simon Bajada