
Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Draußen grillen? Ja, keine Frage. Draußen kochen, schmoren und backen? Ja, unbedingt. Dabei gilt, was galt: Probieren geht über Studieren.
Das weiß auch Nils Jorra, der für seine Einleitung zu den 304 fast im A4-Format gehaltenen Seiten seines Buches „Fire & Dine“, das am 29.5.2026 im Verlag Dorling Kindersley erschien, schrieb: „Grillen lernt man nicht durch Lesen, sondern durch Tun.“ Jorra kritisiert diejenigen, welche den „Grillplatz als Bühne für Männlichkeit, das Feuer als Beweis von Kontrolle, das Fleisch als Maß aller Dinge“ sehen. Er hält dagegen: „Aromen, die beim Kochen über Glut und Feuer entstehen, sinde nicht austauschbar. Rauch, Röstaromen, Bitterkeit, Süßen, Tiefe – all das lässt sich nicht beschleunigen und nicht imitieren. Diese Aromen sprechen etwas an, das tiefer liegt als kulinarische Trends oder Technik. Sie stillen Bedürfnisse, die in unserer DNA verankert sind.“
Und weil mir gefällt, was er schreibt, zitierte ich noch ein wenig: „Genuss entsteht durch spannende Aromen, aufregende Texturen und logische Kombinationen. Grillen wird von mir nicht neu erfunden, sondern erweitert. Weg vom isolierten Akt, hin zu einem ganzheitlichen Verständnis des Kochens mit Feuer.“ Phantastisch und nichts wie raus nach draußen
Daß das Buch „keine Rezeptsammlung möglichst ausgefallener Aromen“ sei, sondern „die Lebensmittel“ zeige, die der Autor „zu Hause habe“ und mit denen er „gern arbeite“, das merkt Nils Jorra an. Und das ist gut so wie die Kombination „Zitrone und Zimt“ (freue sich, wer’s kennt). Der Autor gibt Hinweise zur „Outdoorküche“ genannten Draußenküche, zur Ausstattung und zur Technik. Sogar eine Liste für „die richtige Reihenfolge bei der Planung einer Outdoorküche“ ist dabei
Die 130 Rezepte des Kochs, der aus den Restaurants Vendôme, Falco und L’Orchidée bekannt ist, beginnen mit „Weißer Spargel vom Grill“ (Seite 28). Wenn Sie so wollen, dann „Müllerin Art“. Nun, ich brate in einer Pfanne aus Gußeisen. Und das ist auch gut so! Dazu gibt es „Knoblauchbrot mit saurer Sahne und Wildkräutern“ (Seite 32) und „Smoky Drumsticks mit Limetten-Honig-Glasur“ (Seite 133). Die Keulen sind selbstverständlich vom Weidehuhn.
Im Buch stehen vor allem viele vegetarische Grillideen, aber auch „komplette Menüs“. Mit einer „Menüempfehlungen vom Feuer“, einem „Zutatenregister“ und dem Impressum wurde das beachtliche und bestens bebilderte Werk beendet.
Bibliographische Angaben:
- Autor: Nils Jorra
- Titel: Fire & Dine
- Untertitel: Draußen kochen. 130 Rezepte zum Grillen, Kochen, Schmoren und Backen
- Seiten: 304
- Sprache: Deutsch
- Illustrationen: viele farbige Photographien
- Photographen: Nils Jorra und Vivi D’Angelo
- Format: 203 x 278 mm
- Bindung: fester Einband mit Metallic-Folie
- Verlag: orling Kindersley Verlag GmbH im Konzern Penguin Random House, München
- Auflage: 1. Auflage 29.5.2026
- ISBN: 978-3-8310-5188-5
- Preise: 35 EUR (Deutschland), 36 EUR (Österreich)
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