„Messing“, „Kupfer“ und „Craftbeer“ im Brauhaus Joh. Albrecht in Soltau

143
Bier wird im Brauhaus Joh. Albrecht Soltau mitten im Gastraum gebraut. © Münzenberg Medien, Foto/BU: Stefan Pribnow, Aufnahme: Soltau, 4.9.2021

Soltau, Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Frank Zappa wußte von der Lüneburger Heide wohl wenig, wie angenommen werden darf, aber von Bier bestimmt mehr, obwohl er Alkohol und anderen Drogen aus dem Weg ging. Die Weisheit „Ein ernst zu nehmender Staat benötigt eine eigene Fluggesellschaft und ein eigenes Bier. Eine Fußballmannschaft oder Nuklearwaffen helfen, aber ein Bier ist Minimalvoraussetzung“ wird dem exzentrischen Musiker, Komponisten und Gitarristen, der es in die Halle der Berühmten aus Rock and Roll geschafft hat, zugeschrieben. 62 Musikalben sollen auf das Konto von Frank Zappa gehen.

Auf das Konto des Brauhauses Joh. Albrecht in Soltau gehen drei Biere. Die werden in einem ehemaligen Offizierscasino der kaiserlichen Reitschule und also in geschichtsträchtigen Gemäuern gebraut, wenn auch in neueren Kupferkesseln.

Abendstimmung vor dem Haupteingang des Brauhauses Joh. Albrecht in Soltau. © Münzenberg Medien, Foto/BU: Stefan Pribnow, Aufnahme: Soltau, 4.9.2021

Während sich nur echte Enthusiasten die Titel der Zappa-Alben beginnend mit „Freak Out!“ aus dem Juli 1966 merken können, sollten alle, deren Bauch mit des Bieres Hochgenuß im Radius wächst, sich diese drei Sorten „ungefiltertes“, „naturbelassenes“ Bier merken dürfen.

Da wäre die „Messing“ genannte Hopfenkaltschale, die auf ein Helles deutet. Das in Berlin Molle genannte Bier auf der Basis von Pilsener Malz, das „mit Münchener Malz, Weizenmalz und Karamell-Malz“ verfeinert und mit der Sorte „Hallertauer Perle gehopft worden sein solle, weswegen es durchaus fruchtig mundet, bietet 12,5 Prozent Stammwürze und ca. 4,9 Volumenprozent Alkohol. Und das ist gut so für Flüssigbrot.

Das Bierbrauen wird anschaulich erklärt im Brauhaus Joh. Albrecht in Soltau. © Münzenberg Medien, Foto/BU: Stefan Pribnow, Aufnahme: Soltau, 4.9.2021

Darauf kommt „Kupfer“ und also ein malziges Dunkles zum Hellen. Münchner Malz und Karamell-Malz sowie der vielfach eingesetzten Hopfen namens „Hallertauer Perle“ stecken im Hopfentee. Mit anderen Worten: Das Bier bietet einen geringeren Alphasäuregehalt, also eigentlich weniger Bitterstoffe, dennoch einen relativen hohen Bittergehalt, sowie einen vollmundigen und fruchtigen Geschmack. „Kupfer“ kommt malzig und in gewisser Weise bitterer als „Messing“ daher. Dieser dunkle Gerstensaft wurde genauso untergärig vergoren wie der helle. Die Stammwürze wird beim „Kupfer“ mit 12,8 Prozent angegeben und der Alkoholgehalt mit 5,0 Volumenprozent.

Das dritte Bier aus dem Soltauer Brauhaus Joh. Albrecht trägt den Titel „Craftbeer“ – IPA. Die Grundlage sei Pilsener und Pale-Ale-Malz, welches mit Wiener Malz, Münchner Malz und Karamell-Malz verfeinert werde. Obergärige Ale-Hefe tut ihr Gutes und trägt zu einem fruchtigen Geschmack beim Goldbräu bei. Weiter heißt es auf der Heimatseite Brauhaus-Joh-Albrecht.de im Weltnetz: „Die Hallertauer Perle, für das feine Aroma, in Verbindung mit besonderen Hopfensorten wie Simcoe, Cascade, Amarillo & Citra in der Heiß- und Kaltphase des Brauens sind verantwortlich für den den kreativen und ausgefallen Geschmack.“ Wohl wahr und: Wohlsein!

Aktuell stehen die Preise für die abfällig Proletensaft oder Maurerbrause genannten Lustigmacher wie folgt: Das hopfig-herbe Helle („Messing“) kostet wie das malzig-milde Dunkle („Kupfer“) 2,90 Eure für 0,3 l und 4,60 Euro für einen halben Liter.
Das „Craftbeer“ wird im 0,3-Liter-Glas für 2,90 Euro verkauft.

Geselligeren und größeren Runden an eckigen Tischen sei zu einem Pitcher mit 1,5 Liter Inhalt geraten. Alle drei Sorten Sudbräu kosten dann 11,90 Euro.

Was bleibt nach „Messing“, „Kupfer“ und „Craftbeer“? Hoffentlich noch Geld für das Album „Sleep Dirt“ aus dem Januar 1979 nach dem Gelage mit Gährwasser im

Brauhaus Joh. Albrecht

Adresse: Winsener Straße 34D, 29614 Soltau, Deutschland

Kontakt: Telefon: +495191976313, E-Brief: soltau@brauhaus-joh-albrecht.de

Heimatseite im Weltnetz: brauhaus-joh-albrecht.de/soltau

Öffnungszeiten: Montags bis samstags ab 12 Uhr, sonntags ab 11 Uhr.

Anmerkung:

Die Recherche zum Hotel Park Soltau wurde von der Sunwave Gruppen- und Singlereisen GmbH unterstützt.