Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Kenner und Kritiker mögen sich streiten, doch für mich gilt, was für mich galt: Nur Gares ist Wahres. Das gilt immer und überall, also auch in beliebten und belebten Garküchen, die auch am Perlflußdelta und also in der Volksrepublik China angesagt sind.
Beim Perlflußdelta spricht man schon lange von einer Metropolregion in der Bucht Zhujiang Kou am Südchinesischen Meer. Dazu gehörten nicht nur Teile der Provinz Guangdong, sondern auch die als Sonderverwaltungszonen behaupteten Metropolen Hongkong und Macau. Einst mag Hongkong ein duftender Hafen gewesen sein, lange war es mancherorts für viele Bewohner und Besucher ein stinkender.
Immerhin durftete es in den Garküchen. Und dort durftet es noch immer. In Hongkong heißten diese „Dai Pai Dong“, was so viel wie „Restaurant mit einer großen Nummerntafel“ bedeutet. In einer Nobelkom-Pressemitteilung vom 16.11.2020 heißt es dazu: „Auf dieser Nummerntafel ist die Lizenz zu sehen. Das Essen der traditionellen chinesischen Imbissstände besteht in der Regel aus kantonesisch geprägten Wok-Gerichten, die vor allem aus frischen Zutaten bestehen und gedünstet oder kurz gebraten und mit Reis oder Nudeln serviert werden. Obwohl ein Wok-Gericht als einfache Hausmannskost gilt, ist die Zubereitung nicht immer simpel. Die Rezepte benötigen in der Regel viel Vorbereitungszeit, da die frischen Zutaten erst einmal klein geschnitten werden müssen, eine kurze, aber hohe Hitzezufuhr, ausgewogene Gewürze und viel ‚wok hei‘: eine dezente Kombination von Aroma und Geschmack, die ein häufig benutzter Wok dem Essen verleiht. Jahrhundertealte Garküchen kann man auf Hongkong Island in der Nähe des Central Mid-Levels Escalator im Bezirk Central und in Kowloon entdecken.“
Weiter im Pressetext: „Auch die für Hongkong typischen ‚Cha Chan Tengs“ sind bei den Einheimischen sehr beliebt. Die Cafés sind bekannt für ihre vielseitigen und günstigen Gerichte wie Congee (Reisbrei), Wonton Nudeln oder gegrilltes Fleisch mit Reis. Die Einrichtung der Cha Chan Tengs ist meist zweckmäßig und erinnert an westliche Schnellrestaurants. Ein wichtiger Bestandteil der Cha Chaan Tengs ist der Milchtee und der Yuenyeung, eine Mischung aus Kaffee und Tee.“
Anmerkung:
Siehe die Beiträge
- Armer Ritter nach Hongkonger Art und Bao-Brötchen – Annotation zum „China-Kochbuch“ von Céline Chung von Torsten Kremer
- Pflanzenbasierte Rezepte aus der VR China – Annotation zum Buch „Vegan Chinesisch Kochen“ von Yang Liu von Torsten Kremer
im Magazin GASTROSOFIE.
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