Weniger Kohlenhydrate, mehr Gehirn?

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Grüner Spargel mit Eigern und Tomaten. Quelle: Pixabay, Foto: RitaE

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Wissenschaftler der Stony Brook University im VS-Bundesstaat New York wollen herausgefunden haben, wann die Alterung des Gehirns anfängt und wie man den Alterungsprozess verlangsamen kann.

In „PNAS“ (3.3.2020), dem Magazin der National Academy of Sciences, wird in dem Artikel „Diet modulates brain network stability, a biomarker for brain aging, in young adults“ über eine Studie der Neurobiologin Lilianne Mujica-Parodi und anderer mitgeteilt, „dass“, wie „Sputnik“ (6.3.2020) schreibt, „die funktionellen Verbindungen zwischen den Neuronen mit dem Alter schlechter werden. Die ersten Anzeichen einer Hirnalterung können demnach schon im Alter von 47 Jahren auftreten, mit 60 Jahren erreicht der kognitive Abbau dann seinen Höhepunkt. Die Forscher führen dies auf die erhöhte Insulinresistenz zurück.“

Schuld daran sei vermutlich die zunehmende Unfähigkeit „Glukose effektiv zu metabolisieren“. Also weg mit Glukose und als Alternative Ketonen?

Auf jeden Fall scheint nach einem Versuch der Forscher festzustehen, dass kohlenhydratarme Ernährung hilft. Testesser, denen zwar Fisch und Fleisch serviert wurde, aber dazu Salat statt Reis und Kartoffeln. Sind Reis und Kartoffeln also etwas für Doofe?

So darf man das auch nicht schreiben, aber immerhin, welche Lebensmittel wenig Kohlenhydrate enthalten. Da wären Artischoken, Auberginen, Avocado, Bambussprossen, Blumenkohl, grüne Bohnen, Broccoli, Champignons, Fenchel, Grünkohl, Gurke, Karotten, Kohlrabi, Lauch, Mangold, Oliven, Paprika, Porree, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rosenkohl, Rotkohl, Schalotten, Soja, Sellerie, Spargel, Sauerkraut, grüne Salate, Spinat, Tomaten, Weißkohl, Wirsing und Zuccini zu nennen.

Ich empfehle allgemein (grünes) Gemüse und etwas frisches Obst. Täglich!

Die kohlenhydratarme, ketogene Ernährung mit diesen gesunden Lebensmitteln sowie Fleisch (vor allem Geflügel) und Fisch würde, so die Forscher, die Kommunikation zwischen den Hirnregionen und die kognitiven Funktionen verbessern. Der messbare Effekt sei auch bei Studienteilnehmern unter 50 Jahren sichtbar gewesen. Super!