
Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Das 304 Seiten umfassende Kochbuch „Bon App!“ von Isabelle Dunn bietet mehr als nur ein Buch, nämlich Videos. Anders formuliert. Zu den vielen, vielen bunten Videos auf der Instagram genannten Plattform für Kinder, Jugendliche und Postadoleszenten, Werbenutten und Trendhuren, Blödbloggern und Beeinflussern, die wie eine Krankheit klingen. Vom intellektuellen Gewicht muß man beim Gramm ein m abziehen und dann hat man auch die Aufmerksamkeitsspanne der Überspannten auf den Punkt gebracht. Richtig, die liegt bei wenigen Sekunden.
Genauer: Im Reich der Reizüberflutung liegt sie aktuell acht Sekunden. Vor 20 Jahren reichte diese Aufmerksamkeitsspanne noch Richtung 60 Sekunden. Richtung. Warum will man den Verdummten dieser Erde Rezepte bieten, die sie nicht bestenfalls nicht verstehen und schlimmstenfalls verhunzen?
Für eine Soup à Poignon braucht es mehr als nur Zwiebeln und Zeit. Und für Bœuf bourguignon braucht es mehr als nur Rinderbäckchen und -brühe. Ich liebe beide Mahle und könnte Soup à Poignon und Bœuf bourguignon viele Male essen. An die Zubereitung der Zutaten lasse ich aus gutem Grund und also schlechten Erfahrungen nur Meister ihres Fachs, aber keine Stümper und Pfuscher, die auf Instgram Legion sind.
Ob Isabelle Dunn, die angeblich in Sidney zuhause sei, eine Ausnahme ist oder die Regel, das sehen, lesen und testen Sie bitte selbst. Versuchen Sie die als „Retro-Genuß“ bezeichneten Gerichte Ratatouille und Coq au Vin.
Bibliographische Angaben:
- Autor: Isabelle Dunn
- Titel: Bon App!
- Untertitel: 100+ französische Klassiker, ganz easy
- Sprache: Deutsch
- Übersetzung. Wiebke Krabbe
- Seiten: 304
- Illustrationen: über 100 farbige Photographien und Illustrationen
- Format: 207 x 260 mm
- Bindung: fester Einband mit Kupferfolie und Lesebändchen
- Verlag: Dorling Kindersley Verlag GmbH im Konzern Penguin Random House, München
- ISBN: 978-3-8310-5311-7
- Peise: 30 EUR (Deutschland), 30,90 EUR (Österreich)
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Reisen aller Art, aber nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert und mit Persönlichkeiten – auch kulturelle und kulinarische Reisen durch Paris und die Französische Republik –, bietet Retroreisen an. Bei Retroreisen wird kein Etikettenschwindel betrieben, sondern die Begriffe Sustainability, Fair Travel und Slow Food werden großgeschrieben.








