Aufs schönste schlemmen auf Schiermonnikoog

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Fischtopf im Strandpaviljoen „De Marlijn“. © 2019, Foto: Christoph Merten

Schiermonnikoog, Niederland (Gastrosofie). Der Nachbar über und unter Null gelegen, die Niederlande, bietet für Gastrosofen zum Glück nicht nur „goede oude Gouda“ an. Und bei Nordseeinseln gibt’s keinen Schiffszwieback aus Strandhafer. Auf Schiermonnikoog wird sogar Ambrosia serviert. Den ‚Nektar der Götter’, hier auf Schier’ entnommen aus einer paradiesischen Frucht, verdanken wir – Mijnheer Ambrosius Visser, welcher aus am Wegesrand wildwachsenden Äpfeln die Sorte Ambro gewann. Und dem „Ambrosijn“ zu Logo und Namen verhalf.

Rotes Frieslandfleisch mit Inselbeilage. © 2019, Foto: Christoph Merten

Schiere Entschleunigung ist auf Schier’ angesagt. Schon ob diese roten Wagen, drüben in Lauwershoog beladen, hüben das Gepäck bereit und enthalten interessiert bei der Ankunft der Fähre nicht mehr. Alles bestens. Die Insel ist autofrei aber Busse warten für die Fahrt zur Unterkunft im Dorf. „Ambrosijn“ ist dort das kleinste Hotel: drei Suiten samt Dachterrasse, innen sehr komfortabel und mit maritimen Touch eingerichtet. Erst in den Jacuzzi-Whirlpool, dann ab zum Abendessen. Der Willkommensdrink in Form einer Flasche guten Hausweines muss mit… Ein Gruß aus der Küche – aber wat ist denn dat? Etwa ein Möwen-Ei, auf Seegras gebettet? Nein, natürlich nicht: Naturschutz. Eher ein wahres Wachtel-Ei, auf Moos drapiert, mit passender Creme – im farblich passenden Gefäß kredenzt. Da kommt bereits am guten Gout erkennbar die wunderbare Muschelsuppe auf den Tisch. Es folgt mit Gemüse und Pilzen von der Insel das rote Fleisch vom bekannten friesischen Herdenvieh. Auf den Punkt gebracht, von bester Konsistenz, mit herrlichem Geschmackserlebnis. Als Weinbegleitung empfahl sich ein Gewächs aus ehemals holländischer Kolonie. Zu guter Letzt das Dessert, ein süßes Arrangement um Kuchen, Erdbeeren und gerade zu göttlichem Eis als Nektar des Hauses.

Kuchen und Erdbeeren mit Ijssalon-Eis. © 2019, Foto: Christoph Merten

Denn „Ambrosijn“ ist nicht nur ein ausgezeichnetes Restaurant mit wohnlichen Suiten sondern auch der Hotspot für Speiseeis auf der Insel. Noch ne Runde an der Bar. Das Frühstück? Wird hoch gebracht. Und siehe da, zum Espresso als Gratisleistung der Suite erklimmt „Mevrouw Koffiekajuit“ bereits die steilen Stufen mit vollgepacktem Korb. Er enthält was Herz und Magen am Morgen begehrt – vom Ei einer Henne bis zu den in Holland sehr beliebten Schokoraspeln. Gut gestärkt rauf aufs Rad um mit vielen Fietsen hinüber zum Oosterstrand zu flitzen. Das weite Wellenmeer, die breite lange Sandfläche bei Hoofdstrandpaal 10 ist das Ziel fürs Baden und Bräunen. Wo ist die windschiefe Hütte aus Treibholz mit fettigen Pommes, sattsam bekannt aus alten Jugendzeiten an niedersächsischer Nordseeküste? Nix da, nicht in Niederlanden! Zum lunchen und zum loungen geht’s noch in den ebenso locker lässigen wie hippen „Strandpaviljoen De Marlijn“. Serviert wird ein Fischtopf, Frischfang vom Feinsten. Ein Drink in den Dünen, dann gilt es Abschied nehmen von Schier’. Ein Tagesausflug über die Waddenzee – es sollten wirklich Wochen werden. Aber drüben wartet schon die Jubiläumstour.

Informationen:

Hotel Restaurant Ijssalon „Ambrosijn“

  • Adresse: Langestreek 18, NL-9166 LA Schiermonnikoog
  • Kontakt: Telefon: +31 519 720261, E-Mail: info@ambrosijn.nl
  • Heimatseite im Weltnetz: www.ambrosijn.nl/de

Strandpaviljoen „De Marlijn“

  • Adresse: Prins Bernhardweg 2, NL-9166 SH Schiermonnikoog
  • Kontakt: Telefon: +31 519 531397, E-Mail: paviljoen@demarlijn.com
  • Heimatseite im Weltnetz: www.demarlijn.com