Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Wohl ein Bürgerlicher namens Sebastian Kadas schrieb ein kaiserliches Kochbuch, das kaiserliche Kochbuch, genauer: „Sissi. Das kaiserliche Kochbuch“. Sicherlich darf der Autor, der Hände voll von Rezepten vom Wiener Schnitzel und Frittatensuppe bis Marillenknödel und Dobos-Torte aus Österreich, Ungarn und Bayern sammelte, als Bildungsbürger gelten, denn er schrieb mehr als nur ein Kochbuch.
Der Kurator zur Geschichte des Habsburger Kaiserreiches erschuf zahlreiche Werke. Bekannt dürften die Bücher rund um die „Sissi“-Filmtrilogie sein. Die Massen dürften sie dennoch besser an den Historienfilm „Sissi“ von 1955 erinnern, der nach einem Drehbuch und unter Regie von Ernst Marischka entstand. Marischka war auch einer der Produzenten neben Karl Ehrlich. Nur vor der Kamera war er nicht zu sehen, dafür Karlheinz Böhm als Kaiser Franz Joseph, dem eine Vorliebe für Tafelspitz nachgesagt wird, und Romy Schneyder als Prinzessin Elisabeth, von Kennern und Kritikern Sissi genannt. Auf den Erfolg an den Kinokassen folgten die Film „Sissi, die junge Kaiserin“ (1956) und „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“ (1957).
Folgt nur ein Erfolg mit dem Kochbuch? Wohl weniger, denn immer mehr in deutschen Landen sprechen die deutsche Sprache schlecht, vom Lesen ganz zu schweigen. Dabei trug Sebastian Kadas für das kaiserliche Kochbuch „60 historisch inspirierte Rezepte“ bei, die laut Delius-Klasing-Verlag „von Wiener Schmankerl bis zu ungarischen Köstlichkeiten“ reichen sollen. Von „Rezepten aus der österreichischen, ungarischen und bayerischen Küche“ ist zudem die Rede und „von köstlichen Suppen über reichhaltige Hauptgerichte bis süße Klassiker. Ob österreichischer Zwiebelrostbraten, ein kräftiges ungarisches Gulasch, feinste Sachertorte oder altbayerische Kartoffelsuppe aus Sissis Possenhofener Heimat – das genussvolle Zusammenspiel von klassischen Spezialitäten mit historischen Anekdoten und szenischen Höhepunkten aus den Sissi-Filmen erfreut Herz und Gaumen gleichermaßen.“
Vom Starnberger See darf es allerdings mehr als nur eine Kartoffelsuppe sein, denn diejenigen, die dort heute wohnen, können sich mehr leisten, auch mehr als ein Sissi-Kochbuch. Viel mehr!
Bibliographische Angaben:
Sebastian Kadas, Sissi. Das kaiserliche Kochbuch, 60 historisch inspirierte Rezepte. Von Wiener Schmankerl bis zu ungarischen Köstlichkeiten, 160 Seiten, Sprache: Deutsch, Illustrationen: reichlich bunte Bilder von Spaß und Speis, Format: 180 x 224 mm, Bindung: fester Einband mit Folienprägung, Verlag: Dorling Kindersley Verlag GmbH, München, 1. Auflage 29.8.2026, ISBN 978-3-8310-5211-0, Preise: 19,95 EUR (Deutschland), 20,60 EUR (Österreich)
Anzeige:
Reisen aller Art, aber nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert und mit Persönlichkeiten – auch gastrosophische Reisen durch die Bundesrepublik Deutschland –, bietet Retroreisen an. Bei Retroreisen wird kein Etikettenschwindel betrieben, sondern die Begriffe Sustainability, Fair Travel und Slow Food werden großgeschrieben.









