Rezept: Torta de pomi

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Torta de pomi (Apeltarte) im Buch "Bàcari e Cicchetti" von Emiko Davies. © Foto: Emiko Davies, BU: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Gastrosofie). Dieser köstliche Dessertkuchen besteht aus nichts weiter als Apfelscheiben und etwas Teig und erinnert ein wenig an einen französischen Clafoutis. Torta de pomi ist ein klassisches Dessert der Venezianer, das praktisch ist, wenn man gerade nicht viel mehr als Äpfel im Haus hat. Aus diesem Grund bezeichnet Mariù Salvatori de Zuliani diese Tarte in ihrem Buch A Tola Co I Nostri Veci. La cucina veneziana (1971) als torta economica de pomi, als sparsamen Apfelkuchen. Ja, das trifft zu! Wenn die Äpfel sehr süß sind, reichen zwei Esslöffel Zucker. Bei sehr säuerlichen Äpfeln kann man noch einen Esslöffel Zucker zusätzlichen in den Teig geben.

Torta de pomi

Apfeltarte für 6-6 Personen

Zutaten

  • etwas Butter, zum Einfetten der Form
  • 1 kg Äpfel
  • 3 EL Zucker, plus mehr zum Ausstreuen der Form
  • fein abgeriebene Schale und Saft von 1 unbehandelten Zitrone
  • 2 Eier
  • 2 EL Weizenmehl, plus mehr zum Ausstäuben der Form
  • 125 ml Vollmilch
  • Mascarpone oder Schlagsahne, zum Servieren (nach Belieben)

Zubereitung

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Eine Back- oder Auflaufform mit Butter einfetten. Die Form mit etwas Mehl und Zucker ausstreuen und diese durch Klopfen gleichmäßig darin verteilen. Den Überschuss an Zucker und Mehl ausschütten.

Die Äpfel schälen, entkernen und in feine Spalten schneiden. In einer großen Schüssel mit Zucker und Zitronensaft vermengen. In einer zweiten Schüssel Zitronenschale, Eier, Mehl und Milch glatt verrühren.

Die Apfelspalten auf dem Boden der vorbereiteten Form verteilen und mit dem Zitronensaft aus der Schüssel beträufeln. Den Teig darauf verteilen. (Es sieht zuerst nach sehr wenig Teig aus und die Äpfel können oben herausragen, aber sie fallen beim Backen noch etwas zusammen.)

Die Tarte 25–35 Minuten (je nach Apfelsorte auch bis zu 40 Minuten) im vorgeheizten Ofen backen, bis die Äpfel sehr weich sind (zur Garprobe mit einem Holzspieß einstechen) und die Oberfläche schön gebräunt ist. Wenn die Tarte zu schnell bräunt, mit einem Bogen
Backpapier abdecken.

Die Tarte schmeckt wunderbar mit etwas Mascarpone oder Schlagsahne.

Die Reste im Kühlschrank aufbewahren.

Hinweise

Wie für pinza di pane kann man alle möglichen Backformen für diese Tarte verwenden. Von einer Springform rate ich ab, da der Teig dünnflüssig ist und aus der Form laufen kann. Ich habe die Tarte schon in vielen Formen und Größen ausprobiert und bevorzuge eine Quicheform aus Keramik (26 cm Durchmesser), damit die Tarte schön dünn wird. Soll die Tarte dicker werden, einfach eine kleinere Form nehmen.

Anmerkung:

Vorstehendes Rezept steht im Buch “Bàcari e Cicchetti” von Emiko Davies aus dem Christian-Verlag. Siehe auch den Beitrag Wenn das Wasser nicht nur in der Lagune von Venedig zusammenläuft – Zum Buch “Bàcari e Cicchetti” von Emiko Davies von Ole Bolle im Magazin GASTROSOFIE.

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